Sogenannte Künstliche Intelligenz hat immer stärkeren Einfluss darauf, wie menschliche Arbeit organisiert, kontrolliert und durch Technik ersetzt wird. Oft erscheint KI als technischer Fortschritt. Doch ist dem Einsatz von KI weltweit gemein, dass sie auch als Werkzeug zur Ausbeutung der Arbeiter*innen genutzt wird. Während Tech-Konzerne aus dem globale Norden profitieren, trägt die größten Kosten der KI der globale Süden, insbesondere ehemalige Kolonien. Eine KI betreibt sich nicht von alleine. Neben der Ausbeutung von Ressourcen und Zerstörung von Umwelt im globalen Süden werden vor allem Menschen als schlecht bezahlte und prekäre Arbeitskräfte rekrutiert. Sie trainieren die KI-Modelle und schauen sich an, was kein*e Arbeiter*in ohne Zwang bereit wäre sich anzuschauen.
Der Workshop beschäftigt sich mit KI und Arbeit unter der Perspektive eines digitalen Kolonialismus. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Wer trägt die sozialen und ökologischen Kosten? Und welche Formen von Widerstand und Organisierung dagegen sind möglich?
Nach einem einführenden Input von Hanna zu den Grundlagen von Künstlicher Intelligenz und digitalem Kolonialismus arbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen an kurzen Textauszügen mit realen Fallbeispielen von Arbeiter*innen.
Danach folgen zwei Inputs aus der Praxis:
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Andrea Paola Hernández berichtet zugeschaltet aus Mexiko über Arbeitsbedingungen im Bereich KI ua. am inzwischen vergangenen Beispiel Venezuela und geht auch auf damit verbundene soziale Kämpfe sowie die aktuelle allgemeine Lage im Land ein.
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Ein weiterer Input zu KI in Lieferketten und konkreten Arbeitsszenarien, ist angefragt.
Bei allen Beiträgen gibt es Raum für Fragen und gemeinsame Diskussion.
Durch die Veranstaltung wird Michael Jakubowsky führen
Kommt vorbei, bringt Fragen mit und diskutiert mit uns über KI, globale Ungleichheit und Perspektiven widerständiger Praxis.
Die Personen:
Andrea Paola Hernández ist freiberufliche Journalistin und Aktivistin aus Südamerika. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit den Themen Gender, Technik, gesellschaftliche Probleme und Literatur. Zum Thema KI veröffentlichte sie beispielsweise im MIT Technology Review.
- https://www.technologyreview.com/2022/04/20/1050392/ai-industry-appen-scale-data-labels
- https://linktr.ee/andreapaolahg
Hanna ist Aktivistin im Arbeitsschwerpunkt Digitalisierung der BUKO. Sie beschäftigt sich politisch hauptsächlich mit dem breiten Themenbereich gesellschaftlicher Transformationsprozesse und deren Auswirkungen auf Individuen.
Michael Jakubowsky ist Dozent, Ingenieur und Aktivist. Er beschäftigt sich politisch hauptsächlich mit dem breiten Themenbereich Technologie und Gesellschaft auf regionaler und internationaler Ebene.
09.05.2026 · 17:00 - 19:30 · Centro Sociale, Hamburg
- Eine Veranstaltung des Arbeitsschwerpunkt Digitalisierung der BUKO.
https://www.buko.info - Gefördert von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt.
https://www.stiftungmunda.de - Veranstaltet im Centro Sociale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg.
https://www.centrosociale.de


