Letzte Aktualisierung: 04.12.2019

5 Jahre Alarm Phone

19.11.-20.12.2019, bundesweit

Anläßlich des 5-jährigen Bestehens des Alarm Phone und der Veröffentlichung einer neuen Broschüre zu den Erfahrungen dieses transnationalen Hotline-Projektes gibt es weitere Informationsveranstaltungen in mehreren Städten.

Veranstaltungen und Spendenaufruf zu 5 Jahren Alarm Phone


Frankfurt: am Dienstag, den 19.11.2019, um 19 Uhr im Festsaal des Casinos der Goethe-Universität Frankfurt - "Gegen Gleichgültigkeit und Rechtsruck. Solidarische Praxen im Mittelmeer" 

Berlin: 20.11. im Aquarium am Südblock, Skalitzer Str. 6 - 5 Years Alarmphone - 5 years of resistance in the Med!

Kassel: 21.11. 19:00 Uhr Sandershaus; 27.11. 19:00 Uhr Infoladen an der Hallitstraße, Holländische Str. 88; 05.12. 19:00 Uhr Café Buch-Oase, Germaniastraße 14,

Hanau: 5.12. um 19.30 im Kulturforum der Stadtbibliothek am Freiheitsplatz - Seenotrettung aus Hanau - 5 Jahre Alarm Phone! 

München: 7.12. ab 14.00 Uhren der Schrenkstraße 8, 80339 München - Infobörse, Workshops, Vorträge Abendveranstaltung zur Seenotrettung mit Vertreter*innen und  Aktivist*innen aus Berlin, Dresden, Lampedusa, etc im Anschluss danach Soliparty

Göttingen: 20.12. 19:00 im Juzi

Spendenaufruf - Das Alarm Phone braucht Geld! 

16. September 2019: Eine ganze Nacht lang begleiten unsere Schichtteams ein Boot im zentralen Mittelmeer. 90 Menschen waren in Libyen gestartet und hatten sich schon bis in die maltesische Such- und Rettungszone durchgekämpft. Mit ei- nem Satelliten-Telefon haben sie uns immer wieder ihre aktuelle GPS-Positionen mitgeteilt, die wir sofort an die Küstenwache weitergeleitet haben. Am frühen Mor- gen kommt die erleichternde Bestätigung. Die Menschen sind alle gerettet. Die An- rufe zum und vom Satelliten-Telefon sind teuer, mehrfach hatten wir ihr Gutha- ben aufgeladen, um das Boot in der Kommunikation zu halten. Diese eine Nacht hat uns ca. 250,- Euro gekostet und wir hatten viele solcher Nächte in den letzten Wochen. 

3. Oktober 2019: Mit einer kleinen Delegation ist das Alarm Phone nach Malta gereist. Wir suchen PartnerInnen vor Ort, die uns helfen beim Druck machen auf die maltesische Küstenwache. Denn die reagiert häufig nicht auf unsere Notrufe, in einem Fall vergingen 17(!) Stunden, bis ein Boot endlich gerettet wurde. Neue wichtige Kontakte sind bei dem Malta-Besuch entstanden, auch neue Ideen, wie wir den Druck für unverzügliche Rettungen erhöhen können. Die Reisekosten be- liefen sich auf ca. 1000,- Euro

Oktober 2019: Wir benötigen aktualisierte Faltblätter zu den „Risiken auf See“ sowie Nachdrucke unserer Visitenkarten mit unserer Nummer und einer kurzen Erläuterung in vielen Sprachen. Geschätzte Druckkosten ca. 2000,- Euro

November 2019: Zum kommenden internen Netzwerktreffen in Marseille sollen selbstverständlich unsere Alarm Phone Aktiven aus der Türkei, aus Tunesien, aus Marokko und dem Senegal dabei sein. Auch FreundInnen vom Schwester- Projekt des Alarm Phone Sahara aus Niger sind zum Austausch eingeladen. Rei- sekosten von ca. 6000,- Euro werden dafür anfallen. 

Unser Projekt versucht mit möglichst geringen Ausgaben zurechtzukommen. Wir haben rund 200 Mitglieder, aber keine einzige bezahlte Stelle. Für das Alarm Phone arbeiten alle ehrenamtlich. Doch die oben beispielhaft erläuterten Kosten fallen regelmäßig an, und unser Geld reicht momentan nur bis Anfang 2020. 

Deshalb bitten wir um Spenden. 

Gerne Daueraufträge mit kleinen Summen. Gerne auch großzügige Einzelspenden.

Jeder Beitrag hilft uns:
— Um unser selbstorganisiertes Callcenter zu betreiben, um Satellitentelefone der Menschen auf den Booten anzurufen und diese online mit Guthaben aufzuladen; — Um mittels mehrsprachiger Visitenkarten unsere Notrufnummer in den migranti- schen Communities zu verbreiten; 

— Um Informationsflyer zu den Risiken auf See zu verteilen;
— Um Kampagnenmaterial gegen Frontex und das Grenzregime zu erstellen;
— Um Netzwerktreffen zu organisieren und Kontakt- und Recherchereisen in die verschiedenen Transitregionen zu unternehmen. 

Unser Projekt ist unabhängig und auf Spenden angewiesen. 

In 5 Jahren Alarm Phone haben wir 2800 Boote begleitet und unterstützt. 

Wir machen mit unserer Hotline weiter- bis das Sterben auf See ein Ende findet! Wir zielen mit unserer Arbeit auf konkrete Korridore der Solidarität. Wir kämpfen für das Recht auf Bewegungsfreiheit und für gleiche Rechte für alle Menschen auf diesem Planeten. 

https://alarmphone.org  

SPENDENKONTEN 

Forschungsgesellschaft Flucht & Migration, Sparkasse der Stadt Berlin IBAN: DE68 10050000 0610024264
BIC: BELADEBEXXX
Stichwort Alarm Phone

Verein Watch The Med Alarm Phone Schweiz PC: 61-172503-0
IBAN CH21 0900 0000 6117 2503 0