Letzte Aktualisierung: 19.09.2019

Globale Gerechtigkeit: Climate Justice! Global Justice!

20.09.2019, weltweit

Am 20.9. wird es einen globalen Aktionstag für Klimagerechtigkeit geben, vor allem Fridays for future mobiliseren auch in Deutschland dazu. Wir dokumentieren einen Aufruf aus Frankfurt für einen Block zu Globaler Gerechtigkeit für den Aktionstag.

 

Am 20.9. gehen wir ALLE auf die Straße, weil wir die Tatenlosigkeit der Politik nicht akzeptieren können. Die Klimakrise ist eine der größten Bedrohungen der Menschheit. Vor allem in den Län- dern des Globalen Südens: Bereits jetzt führt der menschengemachte Klimawandel zu Umweltkatastrophen, Dürren, Wasserknappheit, Zerstörung von landwirtschaftlichen Nutzungsflächen. Die Zahl der Menschen, die bis 2040 aufgrund der Zerstörung ihrer Lebensgrundlage fliehen werden, wird auf 200 Millionen steigen. Die Menschen mit dem wenigsten Mitspracherecht in Weltpolitik und Wirtschaft sind diejenigen, die am Meisten unter den Folgen zu leiden haben.

 

Diejenigen, die aus ihrer Heimat fliehen, erwartet ein Abschottungsregime, dass fast jeglichen Respekt vor menschlichem Leben verloren hat: Konzentrations- und Folterlager in Nordafrika, das Sterben-Lassen im Mittelmeer und die Abschiebung in Kriegsgebiete sind die deutlichsten Folgen dieser Krise der Menschlichkeit. Wer es geschafft hat zu bleiben, dem schlägt zunehmend Hass und Feindseligkeit entgegen, auch physische Angriffe nehmen stetig zu.

 

Doch es regt sich Widerstand:

Viele Gesellschaften lassen es sich nicht mehr gefallen, dass ihr Lebensraum zum Spielball von Macht- und Profitgier wird, ihr Wille ignoriert wird oder sie vertrieben werden. Die demokratischen Proteste im Sudan, die Errichtung einer Selbstverwaltung in Nord-Syrien/Rojava und die Bewegungen und Versammlungen von Bäuer*innen und Indigenen in Südamerika zeigen, dass die Menschen den Wandel selbst in die Hand nehmen. Diese Projekte können auch für uns hier Vorbilder für ein ökologisch-soziales Leben sein. Jedoch wird auf der anderen Seite von undemokratischen Regimen immer wieder Krieg gegen diese Projekte geführt. Dagegen stellen wir uns!

 

Auch die Menschen, die in die nördlichen Länder fliehen mussten, lassen sich die tödliche Abschottungspolitik und den Rassismus nicht länger gefallen. Die Selbstorgansiation von Geflüchteten, die immer wieder gegen die Bedingungen in den Heimen protestieren, sich gegenseitig unterstützen und in breiten Bündnissen das rauer werdende rassistischen Klima in Frage stellen, wächst.

Für uns steht also fest: Wir stehen grenzenlos gegen die Klimakrise, die Krise der Menschlichkeit und der Demokratie. In diesem Sinne rufen wir ALLE dazu auf, gemeinsam mit uns am 20.9. auf die Straße zu gehen! Klimagerechtigkeit geht nur als Globale Gerechtigkeit! Wir stehen ein für eine solidarische Welt!

 

Wir fordern ergänzend zu den Forderung der Fridays For Future Bewegung von den politischen Verantwortlichen: Abschiebungen stoppen! Waffenlieferungen stoppen! Racial Profiling Stoppen! Die finanzielle und politische Unterstützung faschistischer und totalitärer Regime müssen aufhören! Frankfurt muss sichere Hafenstadt werden!