Letzte Aktualisierung: 19.09.2019

Keine Welt ohne BUKO!

10.7.2019, Hamburg

Vom 30. Mai - 1. Juni 2019 fand in Berlin-Heiligensee das BUKO Zukunftstreffen statt. Hier findet ihr die wichtigsten Ergebnisse des Treffens kurz und knapp zusammengefasst.

Von Oktober 2017 bis Ende Mai 2019 hat eine BUKO-Strategieprozessgruppe in einem kontinuierlichen Diskussionsprozess und unter Hinzuziehung von externer Beratung und Moderation mögliche Zukunftsperspektiven für die BUKO erarbeitet. Ausgangspunkt und Anstoß zu diesem Arbeitsprozess bildete eine Zustands- und Problemanalyse auf einem BUKO-Aktiventreffen im Herbst 2017. Aus dem Strategieprozess ist das Dokument (K)eine Welt ohne BUKO? hervorgegangen, welches vier ausführlich dargestellte Szenarien mit möglichen Handlungsoptionen für die nächsten 3-5 Jahre enthält: BUKO als Kampagnenorganisation, BUKO als Kongressorganisation und BUKO als Struktur von Arbeitsschwerpunkten; zudem wurden darin verschiedene „Abwicklungsmodelle“ erörtert. Kurz vor dem Zukunftstreffen haben zwei Aktive aus der Strategieprozessgruppe einen - die Szenarien ergänzenden - Vorschlag für eine Arbeitsgruppe zur Aktualisierung des Internationalismus-Verständnisses der BUKO eingebracht. Die beiden Papiere sollten Diskussions- und Entscheidungsgrundlage beim Zukunftstreffen der BUKO an Himmelfahrt 2019 sein.

In der Diskussion stellte sich sehr bald heraus, dass die Vorstellung mit einem Kongress einen Neuanfang zu gestalten, den Vorrang gegenüber den anderen Perspektiven (Szenarien) erhält. Der Kongress soll jedoch nicht alleine stehen, gleichzeitig sollen existierende BUKO-Strukturen (re)aktiviert und/oder neue aufgebaut werden. So wurden bspw. internationale Rundreisen, BUKO-Seminare oder BUKO-Arbeitsschwerpunkte als auch in Zukunft wichtige Aktivitäten der BUKO benannt.

Ziel muss es sein, dass die BUKO für neue Bewegungen interessant und attraktiv wird. Auch hier ist es die originäre Aufgabe der BUKO verstärkt internationalistische Aspekte in bestehende Kämpfe, Bewegungen oder Kampagnen einzubringen. Der nächste BUKO-Kongress soll in dieser Vorstellung eine Fortführung, vor allem aber ein Schritt dahingehend sein, dass die Stärken der BUKO und die in ihr engagierten Aktivist*innen wieder vermehrt wahrgenommen werden.

Aus der Diskussion um das Kongress-Szenario haben sich Aktive zusammen gefunden, die einen Kongress für – wenn möglich – 2020 in Angriff nehmen wollen. Bis Ende des Jahres soll es dafür eine Planungsgrundlage mit Themenvorschlägen geben.

Voraussetzung für einen erfolgreichen Neubeginn der BUKO ist, dass die Vernetzung von politisch Aktiven, Neueinsteiger*innen und Wiedereinsteiger*innen forciert wird. Die BUKO kann einen Raum für Wissensaustausch und Reflexion bieten und ist in der emanzipatorischen Linken gut positioniert und wird für einen offenen, undogmatische Ansatz geschätzt. Notwendig ist jedoch ebenso die Stärkung der ehrenamtlichen Strukturen der BUKO.

Für eine Übergangszeit von zwölf Monaten werden eine Strukturgruppe sowie die Kongressgruppe die auf dem Zukunftstreffen verabredeten Zielvorstellungen in enger Abstimmung mit dem BUKO-Büro begleiten. Vor allzu hohen Erwartungen wurde dennoch gewarnt: Struktur- und Kongressgruppe sowie das BUKO-Büro können in einem Jahr nicht alle Probleme der BUKO lösen!

Erste Zwischenergebnisse sollen auf dem nächsten BUKO-Ratschlag vorgestellt und diskutiert werden. Dieser Ratschlag wird voraussichtlich im letzten Quartal 2019 stattfinden.

Das ausführlichere Protokoll des Treffens ist BUKO-intern per Mail versandt worden. Wenn wir euch damit nicht erreicht haben, dann meldet euch bitte mit eurech Kontaktdaten bei: martin(at)buko.info

Wir aktualisieren in nächster Zeit die BUKO-Verteiler.