Im Schatten von Covid-19: Die Probleme der Krebsversorgung im globalen Süden

03.05.2021, online

Im Rahmen ihrer Online-Seminarreiche "talk & act" lädt die BUKO in Kooperation mit der BUKO Pharmakampagne zu einem Online-Seminar (mit der OpenSourceSoftware BigBlueButton) mit dem Politologen Max Klein. Wir bitten um Anmeldung, dann bekommt ihr den Veranstaltungslink. Dafür muss kein Programm heruntergeladen werden.

Viele Länder des globalen Südens erfahren eine rasante Zunahme nicht-übertragbarer Erkrankungen. Krebs kommt dabei eine besonders zentrale Rolle zu und betrifft oft die ärmsten Bevölkerungsteile. Dennoch fristet das wachsende Problem in den Debatten zu globaler Gesundheit weiter ein Schattendasein - auch in Deutschland. Ein aktuelles Projekt der BUKO Pharma-Kampagne möchte dies ändern. Neben den Kapazitätsproblemen staatlicher Versorgungssysteme sind v.a. hohe Behandlungskosten für viele Patient*innen eine extreme Hürde. Die Auswirkungen von Covid-19 und staatlicher Gegenmaßnahmen bremsen nun zusätzlich.

Die BUKO Pharma-Kampagne analysiert in ihrem Projekt "Unbezahlbar krank? Krebserkrankungen im globalen Süden" die Situation mit Schwerpunkt auf fünf Ländern (Äthiopien, Südafrika, Tansania, Indien und Ecuador). Dabei werden in Kooperation mit Partner*innen vor Ort die Bedeutung hoher Medikamentenpreise aber auch zivilgesellschaftlichen Aktivismus´ und politischer Reformversuche herausgearbeitet.

Max Klein ist Politologe und arbeitet seit 2018 für die BUKO Pharma-Kampagne, vor allem in der politischen Advocacy-Arbeit und im Bereich Online-Lernkurse (übertragbare und nicht-übertragbare Erkrankungen). Er ist zudem Leiter des Fachkreis Pharma vom Aktionsbündnis gegen AIDS.

In der Veranstaltung gibt er einen Überblick zu den Hürden der Krebs-Kontrolle im globalen Süden. Ein Schwerpunkt wird auf dem Zugang zu Behandlung liegen. Illustrierende Beispielen aus den Länderanalysen des Projekts "Unbezahlbar krank?" machen dabei die Probleme greifbarer.

 

Die Veranstaltung findet mit Unterstützung der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) sowie des Katholischen Fonds statt.