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/////// Das vollständige Programm als pdf-Datei findet ihr hier /////// Soziale Kämpfe, Migration und Rassismus (in der neoliberalen Stadt) The Right to the City? – Wer hat welches Recht auf die Stadt? THEMENBLOCK Martina Benz (Reflect!), Simone Buckel (ASSR), Jenny Künkel (INURA Berlin), Thomas Bürk (Kritische Geographie Berlin), Boris Michel (Kritische Geographie Berlin) Die Thematik „soziale Kämpfe in der neoliberalen Stadt“ wird in diesem Themenblock mit vier 2-stündigen AGs/Crashkursen (auch einzeln besuchbar!!) auf unterschiedliche marginalisierte/ exkludierte Subjekte/Gruppen in der Stadt bezogen. Es geht also weniger um stadtpolitische Vorstellungen und Tendenzen als um alltägliche Raumproduktion und Ausschlüsse. Wir wollen aus intersektionaler (d.h. ‚race’/Ethnie, Klasse, Geschlecht etc. verknüpfender) Perspektive die alltäglichen Bewegungs-, Aufenthalts- und Lebensbedingungen für (illegalisierte) Migrant_innen/Flüchtlinge, prekarisierte Proletarier_innen, Sexarbeiter_innen u.a. in der neoliberalen Stadt thematisieren. Als Arbeitstitel haben wir die auf den französischen Sozialphilosophen Henri Lefebvre (1) zurückgehende programmatische Konzeption des „Rechts auf die Stadt?“ aufgegriffen. Das Fragezeichen hinter dem Recht auf die Stadt ist uns wichtig. Denn es zeigt auf, dass es auch um Legitimitäts- und Legitimationsdiskurse geht, die unter dem Begriff des „Rechtes“ weit mehr als juristische Konstruktionen meinen. Initiativen, die den Begriff benutzen, beziehen sich auch auf universelle Menschenrechte. Gefordert werden auch vor niemand zu rechtfertigende Anwesenheitsrechte (in einem sozialrevolutionären, subversiven Sinn). Kurz: „Flüchtlinge und andere marginalisierte Gruppen haben sich nicht legitimieren zu müssen, wo sie sich aufhalten wollen“ . Der Topos „Recht auf die Stadt“ wird zunehmend zum aktionistischen Begriff. Kritisiert wird damit stadträumliche Segregation (d.h. unfreiwillige Abdrängung bestimmter Stadtnutzer_innen auf bestimmte (Wohn-)Orte) und soziale Ungleichheit. Dies wird am Beispiel von Kampagnen und den Agenden verschiedener Initiativen in USA, Kanada und Europa thematisiert. Diese (real)politischen Initiativen werden vorgestellt und diskutiert - sie müssen nicht zwangsläufig eine Zielvorstellung für uns bilden.
1) Vorkenntnisse zum Lefebvreschen Ansatz des Rechts auf die Stadt sind nicht notwenig – der Inhalt und Verwendung des mittlerweile verbreiteten kämpferischen Slogans werden im Crashkurs erläutert. Crashkurs | „The Right to the City – Wer hat welches Recht auf welche Stadt? Samstag, 12.4.08, 11-13h, Raum XX | Strang Soziale Kämpfe, Migration und Rassismus Britta Grell (INURA-Berlin & metroZones*) Erläutert kurz anhand (v.a. von Beispielen von migrantischen Bewegungen in den USA): 1. Was ist mit dem „Recht auf die Stadt“ gemeint?, 2. Was könnte am Bezug auf den Begriff „Recht“ problematisch sein?, 3. Welche Initiativen beziehen sich derzeit auf den Slogan?, und 4. Welchen Gruppen wird das Recht auf die Stadt tendenziell abgesprochen oder (auf wessen Kosten) gewährt? * metroZones: Jochen Becker, Britta Grell, Anne Huffschmid, Stephan Lanz, Oliver Pohlisch, Katja Reichard, Erwin Riedmann, Kathrin Wildner AG | „Ausschluss aus der neoliberalen Stadt“ Samstag, 12.4.08, 14.30-16.30h, Raum XX | Strang Soziale Kämpfe, Migration und Rassismus mit reach out, Martina Benz, Simone Buckel (BUKO-ASSR), Jenny Künkel (INURA Berlin), Thomas Bürk (Kritische Geographie Berlin) DGS gedolmetscht Die AG dreht sich um Ein- und Ausschlussmechanismen, (neue) Grenzziehungen und -regimes im Bezug auf die Anwesenheitsrechte in öffentlichen Räumen und allgemein von Migrant_innen in der Stadt. Kurz: Es geht darum, wer wo sein darf und wer wo warum nicht und welche Rolle dabei „race“/Ethnie, Geschlecht/Sexualität, Klasse/soziale Schicht etc. spielen? In kurzen Inputs werden wir erst Darstellen, welche Rolle Ausschlüsse entlang der Kategorien ‚Rasse’, Geschlecht und Klasse in der neoliberale Stadt spielen. Welche Rolle spielt die Anwesenheit von Migrant_innen? Welche Ausgrenzung findet statt, welche neuen Möglichkeitsräume öffnen sich? Welche Rolle spielen konkrete Orte in den Auseinandersetzungen um Machtverhältnisse in der Stadt? Im Weiteren wollen wir diese und weitere Fragen mit der Gruppe Reach Out (Unterstützung von Opfern rechter und rassistischer Gewalt in Berlin) diskutieren. Die Gruppe beschäftigt sich aktuell mit Polizeigewalt und wird ihre Arbeit vorstellen. AG | Prekäre Arbeit in der neoliberalen Stadt Samstag, 12.4.08, 17.00-19.00h, Raum XX | Strang Soziale Kämpfe, Migration und Rassismus mit reach out, Martina Benz, Simone Buckel (BUKO-ASSR), Jenny Künkel (INURA Berlin) Es geht um Formen „ethnisierter“ Ökonomien, Prekarität und illegalisierte Jobs als typische migrantische Arbeitswelten. In kurzen Inputs wird zunächst die Ausgrenzung entlang von ‚Race’, Class und Gender von Sexarbeiter_innen in der neoliberalen Stadt, die Situation illegalisierter Migrant_innen in Den Haag und die Organisierung von Migrant_innen in US-amerikanischen Workers Centers vorgestellt. Im weiteren Verlauf wollen wir über Möglichkeiten sozialer Kämpfe und der Organisierung diskutieren. AG | migrantische Bewegungsformen, kämpferische Praxis, Kommunikations- & Organisierungsvorstellungen in der (neoliberalen) Stadt der Zukunft Sonntag, 13.4.08, 10.00-12.00h, Raum XX | Strang Soziale Kämpfe, Migration und Rassismus mit reach out, Petra Neuhold (KriMi), Thomas Bürk (Kritische Geographie Berlin), Boris Michel (Kritische Geographie Berlin) Es geht um Fragen der zukünftigen Konstellationen und Praxismöglichkeiten z.B. gegen Isolation und Ausgrenzung: Gibt es neue Chancen und Handlungsspielräume? Z.B.: Warum gab es bisher (in Berlin) keine vergleichbare Kampagne zur Unterstützung Illegalisierter wie etwa die „sans papiers“ in Frankreich? Dazu wird es kurze Einführung zur Frage von ‚Neuen Arbeitskämpfen’, über die Probleme und Erfolge migrantischer Selbstorganisation in Toronto und weitere Ansatzpunkte kämpferischer Praxis geben, die wir im Anschluss im Hinblick auf konkrete nächste Schritte einer Organisierung diskutieren wollen.
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