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Einzelne Arbeitsgruppen, Stadtspaziergänge und Lesungen PDF Drucken E-Mail

 

/////// Das vollständige Programm als pdf-Datei findet ihr hier ///////

 

AG | Planning for Profit! - Soziale Eliten als Agenten nachhaltiger Entwicklung in den Stadtregionen der USA

Samstag, 12.4.08, 11-13h, Raum XX

Barbara Schönig (Jungdemokrat_innen/Junge Linke)

Nicht nur die Städte, auch die Stadtregionen der USA sind in hohem Maße sozial und ethnisch gespalten. Sie sind auch aus ökologischer Perspektive katastrophal organisiert: Shopping-Malls und Dienstleistungszentren auf der grünen Wiese und weit ausgedehnte Einfamilienhausgebiete verbrauchen nicht nur erhebliche Flächen, sie sind auch die räumliche Ursache für die Autoabhängigkeit und damit die hohen Schadstoffemissionen der USA. Diese räumliche und soziale Struktur der Stadtregionen zu verändern, haben sich in einigen politisch fragmentierten Stadtregionen einflussreiche Nonprofits zur Aufgabe gemacht. Deren soziale Trägerschaft aber überrascht: Hier handelt es sich nicht um ökologische oder soziale Aktivist_innen, sondern um Vertreter_innen des Großkapitals, regionaler und globaler Konzerne, die Stadtplanung und Nachhaltigkeit als Strategie zur Sicherung von Wachstum betrachten.
Der Workshop will die Frage diskutieren, was die Aktivitäten dieser Organisationen für US-amerikanische Stadtregionen bedeuten kann - aus stadtentwicklungspolitischer aber auch demokratietheoretischer Perspektive. Es soll aber darüber hinaus darüber nachgedacht werden, wie eine linke Stadtentwicklungspolitik auf Aktivitäten solcher Akteur_innen reagieren kann.

 

AG | Residenzpflicht

Samstag, 12.4.08, 14:30-16:30h, Raum XX

Medienkombinat Berlin und Flüchtlingsinitiative Brandenburg

Flüchtlinge werden in Deutschland auf die Bundesländer verteilt und dort einem Landkreis zugewiesen. Den dürfen sie für die Dauer des Asylverfahrens (manchmal zehn Jahre und mehr) nur in wenigen Ausnahmefällen verlassen. Das gleiche gilt für Geduldete. Verstöße gegen diese Residenzpflicht führen zu Bußgeldern, Haftstrafen oder sogar Ausweisungen.
Die Residenzpflicht bedeutet eine extreme Einschränkung der Bewegungsfreiheit, sozialer und politischer Kontakte und für viele die Verweigerung des Zugangs zur Stadt.
In dem Workshop wollen wir über die verschiedenen Auswirkungen der Residenzpflicht berichten und über aktuelle Entwicklungen auf EU-Ebene informieren. Vor diesem Hintergrund wollen wir über Möglichkeiten einer neuen Kampagne gegen dieses Gesetz diskutieren.

 

AG | Queere Räume

Samstag, 12.4.08, 17-19h, Raum XX

Nina Schuster (Drag Stammtisch Bochum)

DGS gedolmetscht

Was haben Geschlecht und Sexualität mit Raum zu tun? Was hat Heterosexualität mit der Stadt zu tun? Nichts? – Diese AG beschäftigt sich mit queeren sozialen Bewegungen, die sich besonders mit der heteronormativen Verfasstheit unserer Gesellschaft auseinandersetzen und bestehende Räume (gebaute und soziale) in Frage stellen – auch, indem sie eigene produzieren. Dies geschieht meist in Städten, und häufig im Kontext anderer gesellschaftskritischer Bewegungen und mit deutlichem Bewusstsein für die Produktion von Raum, für Ausschluss- und Kontrollmechanismen und für Machtverhältnisse. Dabei spielen Sichtbarkeitspolitiken eine wichtige Rolle.

Es wird um die Beschaffenheit einzelner Räume, die sich außerhalb heteronormierter Strukturen verorten, gehen, und diskutiert, wie sie hergestellt werden, was sie ausmacht und welche Ausschlüsse und Besonderheiten diese Räume produzieren. Anhand von Beispielen können wir Sinn und Zweck dieser Räume betrachten und uns im kreativen Austausch ausmalen, wie Andere Räume gestaltet sein sollten und welche Wege zur Vervielfältigung solcher Räume führen.

 

AG | Sprühschablonen leicht gemacht

Samstag, 12.4.08, 17-19h, Raum XX

Kommando Bambi

Die elegante Methode, ohne technisches Equipment einen Spruch oder ein einfaches Bild auf einen Gegenstand und vervielfältigt zu bekommen. Es wird ein paar Vorlagen, Materialien und Farben geben. Bringt T-Shirts mit, wenn ihr sowas möchtet. Oder bastelt euch die Schablone, mit der ihr schon immer die Stadt beeindrucken wolltet. Ein easy-2-go Workshop, gerade auch für allererste Gehversuche!

 

Lesung | „Besetze Deine Stadt“

Samstag, 12.4.08, ab 19:30h, bei „Schwarze Risse“ (im EG)

Peter Birke und Chris Larsen (Herausgeber „Besetze Deine Stadt“, Hamburg und Kopenhagen)

Stadtentwicklung und Häuserkämpfe in Kopenhagen. Lesung zum Buch „Besetze Deine Stadt!“ (2008, Verlag Assoziation A.) und Infos zur aktuellen Lage mit den Herausgebern Peter Birke und Chris Larsen.

 

AG / Presentation | The Transmigration Of The Telepresent

Samstag, 12.4.08, ab 20h, Raum XX

XLTerrestrials (XLT)

Englisch

XLTerrestrials (XLT) present The Transmigration Of The Telepresent, the 2nd installment of their unlicensed psychomedia analysis and interactive film program, a deconstructive art and social praxis, which began with The Transmigration Of Cinema in 2005 to analyze and affect the new mass media landscape and (what we call ) "virtual migration". Today we are enraptured by a (primarily) military, corporate and venture-capital sector invention, a digital network unleashed for "civilian use" at the end of the 80s: www, the wonderous new technopoly that also "brings good things to life" (an old slogan of General Electric, a military contractor and TV broadcast conglomerate). Now at arts+technology exhibitions around the world there is quite a buzz about a telematicly-engaged society, much more so than even those Disneyesque Tomorrowland shows of yesteryear which hyped rocket ships and connections to life and planets beyond. Is civilian technology now the dominant paradigm or is a gullible species being taken on another ride ?! and what does all this have to do with organizing local community for more sustainable forms of living !? Dr. Podinsky and an XLT reconnaissance team will perform a psychomagickal + cinematic vivesection of our increasingly
disembodied user-culture.

 

AG | Macht der Bilder – Karten von Berlin (AG & Spaziergang) I & II

Sonntag, 13.4.08, 11 -12h & 12.15-14.15h, Raum XX / Treffpunkt: SFE

Uli Best/Dirk Gebhardt (Kritische Geographie Berlin)

Die AG diskutiert die verschiedenen thematischen Kartierungen Berlins der letzten Jahre (Kriminalität, Kreativität etc.) und die Politik dieser Karten. Dazu wollen wir im zweiten Teil auch rausgehen und Karten mit unserer eigenen Wahrnehmung vergleichen, selber Karten erstellen. (Die beiden Blöcke sind auch einzeln mitmachbar.)

 

AG | Mit Deleuzes Nomaden in der neoliberalen Stadt - São Paulo und die brasilianische Wohnungslosenbewegung MTST

Sonntag, 13.4.08, 10-12 h, Raum XX

Adrian Mengay und Maike Pricelius

São Paulo in Brasilien, bekannt als globale Wirtschaftsmetropole mit seinen mehr als 20 Millionen Einwohnern, ist eine der Städte mit den radikalsten Auseinandersetzungen um das Thema Wohnraum, Urbanisierung und Exklusion.

Mit seinen 1600 Favelas und ca. 2,5 Millionen Menschen in prekären und illegalisierten Wohnformen gilt São Paulo als ein wesentliches Experimentierfeld für Formen der neoliberalen Stadtentwicklung. Auf der anderen Seite existiert eine Klasse, die sich durch überdurchschnittlichen Wohlstand auszeichnet und deren Viertel und Wohnkomplexe hermetisch abgeriegelt sind vom Rest der Stadt. Die Grenzen der Exklusion sind deutlich sichtbar und zeigen nicht nur an „gated community“ Komplexen wie „Alpahville“.

In diesem Workshop wollen wir mit einem losen Bezug zu Überlegungen von Gilles Deleuze und seinen Konzepten von „Nomadismus vs. Sesshaftigkeit, De- vs. Reterritorialisierung und der Kriegsmaschine“ Bewegungen und Initiativen vorstellen, die mit ihren Auseinandersetzungen für eine andere Urbanisierung stehen. Mit dem Movimento dos Trabalhadores Sem Teto (MTST) soll ein Teil der brasilianischen Obdachlosenbewegung vorgestellt werden, die mit ihren Besetzungen, politischen Praxen und Versuchen der Politisierung und Organisierung von Betroffenen Anregung bieten kann für viele soziale Bewegungen, die in Auseinandersetzungen um die neoliberale Stadt stehen. Neben dem MTST soll auch auf andere Initiativen eingegangen werden, die in Sao Paulo aktiv für eine andere Urbanisierung, Inklusion und soziale Rechte von Betroffenen streiten.

 

AG | Revisiting InnenStadtAktion - Städtische Politik nach der neuen Mitte

Sonntag, 13.4.08, 12.15-14.15h, Raum XX

metroZones

Seit dem Einsetzen der Neoliberalisierung der Stadt wechselten die Problematiken, Strategien, Sprecherpositionen und Ortsbezüge der urbanen Linken mehrfach. Die überregional in 30 Städten zugleich organisierten InnenStadtAktionen 1997 sowie 1998 gegen “Privatisierung, Ausgrenzung und Sicherheitswahn” bieten hierbei die Folie einer breiten Thematisierung und – ein Jahrzehnt später – auch Anlaß zur Frage nach Verschiebungen: Verlagert sich die neoliberale Politik wieder in die Quartiere? Wer sind die heutigen AkteurInnen? Wo setzen wir heute an?

Die Geschichte dieses Wandels soll im Workshop kritisch nachvollzogen und der gemeinsamen Diskussion zugänglich gemacht werden.

* metroZones: Jochen Becker, Britta Grell, Anne Huffschmid, Stephan Lanz, Oliver Pohlisch, Katja Reichard, Erwin Riedmann, Kathrin Wildner

 

AG | Urbanity sells, and it comes from above: the top-down production of urbanity in Bloomberg’s New York

Sonntag, 13.4.08, 12.15-14.15h, Raum XX

Alessandro Busà (Urban Reinventors)

Englisch

The workshop-AG will critically investigate New York’s latest strategies of urban redevelopment: key-assumption is that the late Giuliani’s and the Bloomberg administration have been developing advanced tools of urban redevelopment, which have in most cases taken the form of what will be referred to as a "smooth urbanism”.

By eschewing the rigidity of large scale urban master plans in favor of fragmented rezoning practices; by increasing residential density and combining historical preservation, urban-infill and ecological concerns for sustainable development; by making use of a set of complex policy tools aimed at favoring a social and functional mix; and by bill boarding the rhetoric of a “new urbanity" which claims to capitalize on the historic tradition and cultural potential of the areas undergoing redevelopment, this “smooth urbanism” seems to entail unprecedented innovations that call for a closer examination.

The workshop will show how New York City’s “smooth urbanism” represents the advanced physical manifestation of a precise neoliberal strategy of social engineering of the urban space, aimed at the upgrading of the local tax base by boosting gentrification within the city boundaries. It will point to the underlying ambivalence of the very rhetoric of urbanity bill boarded and advertised in Bloomberg’s New York and will expose the ambiguity of a strategy favoring a long-lasting improvement of the physical framework of the city, whose ability to address the demands and needs of a differentiated social basis remains nevertheless highly questionable.

The workshop will also try to give an overview on currently existing social movements against gentrification and for affordable housing in New York City, and will ask by what strategies further increases in rents, displacement and worsening of living conditions for disadvantaged residents can be limited or prevented.

 

AG | NewYorck im Bethanien (2005-2008): Von der Besetzung zur Legalisierung - Einzelfall oder Erfolgsmodell mit Perspektiven?

Sonntag, 13.4.08, 12.15-14.15h, Raum XX

NewYorck im Bethanien

Im Juni 2005, eine Woche nach der polizeilichen Räumung des Hausprojektes Yorck59, wurden grössere Flächen im leerstehenden Südflügel des Bethanien-Hauptgebäudes besetzt - die Geburtsstunde der NewYorck im Bethanien. Derzeit sieht es ganz danach aus, als würden wir in den nächsten Monaten langfristig legalisiert werden - unter Bedingungen, die für uns erstmal aktzepabel erscheinen.
Die NewYorck ist in diesem Jahrtausend bislang das einzige Projekt in Berlin, dem es gelang, eine Besetzung politisch durchzusetzen und dauerhaft zu halten. Handelt es sich hierbei um einen Einzelfall, oder gibt es bestimmte Bedingungen, unter denen wir gehandelt, Aktionen, die wir gemacht haben, die diesen Erfolg bewirkt haben? War der vorangegangene Hauskampf der Yorck59 entscheidend, das Bürger_innenbegehren gegen die Privatisierung, die politische Situation im Bezirk oder alles zusammen oder etwas ganz anderes? Ist das "Modell NewYorck" wiederholbar?

Dies alles wollen wir gerne mit Euch - nach einer kurzen Einleitung - diskutieren.

Ein Workshop im Rahmen der Freiraumkampagne 08 - wir bleiben alle!

 

AG | Siebdrucken light - Plakate schnell und günstig herstellen

Sonntag, 13.4.08, 12:15-14:15h, Raum XX

Vetomat Siebdruckwerkstatt

In diesem Workshop wird euch vorgeführt, wie ein Plakat im zweifarbigen Siebdruck vorbereitet wird. Dabei wird eine vereinfachte Siebdrucktechnik vorgestellt, die es ermöglicht, effektiv mit reduzierter Gerätschaft zu arbeiten. Die Teilnehmenden können gerne eigene aus dünnen Materialien (beschichtetes Papier, Plastikfolie...) fertiggeschnittene Schablonen mitbringen.

 

Podiumsdiskussion: „Zukünftige Kämpfe und Kampagnen gegen die hässliche Stadtumstrukturierung“

Sonntag, 13.4.08, 15.00-16.30h, Raum XX

Mit Karin Baumert (INURA Berlin); Freirauminitiative Berlin (angefragt)

In der Abschlussveranstaltung soll die Gelegenheit gegeben werden, die Ergebnisse der Diskussionen der einzelnen Workshops zu bündeln und gemeinsam Fragen nach Möglichkeiten und Grenzen sozialer Bewegungen in Städten zu stellen. Dafür wird ein Podium aus einigen TeilnehmerInnen der Workshops zusammengestellt. Die Abschlussveranstaltung soll dabei nicht eine Zusammenfassung der einzelnen AGs sein, sondern eine gemeinsame Diskussion über folgende, für uns zentrale Fragekomplexe.
Sind sozialer Bewegungen zu mehr in der Lage, als kapitalistische Verhältnisse zu modernisieren?
Warum wählen wir Stadt als Bezugsrahmen, wenn es doch eigentlich um gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzungen geht?
Wie können die vielen unterschiedlichen Kämpfe miteinander verbunden werden?
Die letzte Frage wollen wir mit einem konkreten Vorschlag für eine gemeinsame Kampagne aufgreifen, der hier zur Diskussion gestellt werden soll. Dabei ist der Ausverkauf der Stadt an kleinere und größere Anleger und die Privatisierungspolitik Ausgangspunkt, da diese Prozesse für alle städtischen Bewegungen in der neoliberalen Stadt eine zentrale Klammer sein können. Stadtmarketing und das Image von Städten ist ein wichtiger Bestandteil einer städtischen Politik, um sich im Standortwettbewerb zu platzieren. Durch das gemeinsame Label –„Berlin bleibt Risikokapital“ - soll öffentlichkeitswirksam klargestellt werden , dass die der vielfältige Widerstand Berlin für Investor_innen zu einem unkalkulierbarem Terrain macht und das hippe Image der Stadt unterminiert werden. Die Kampagne soll erst einmal für Berlin vorgestellt werden, aber eine Diskussion darüber soll über den lokalen Rahmen hinausgehen und auch die Erfahrungen aus anderen Städten mit vergleichbaren Ansätzen einbeziehen.


 
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