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Internationalismus
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Inhaltlicher ÜberblickAus der EinleitungDie Zeichen verdichten sich. Eine neue internationale Bewegung ist im Entstehen und gewinnt an Bedeutung. Manche in Deutschland sprechen in Anlehnung an die APO der 60er Jahre bereits von einer neuen GAPO (Globale Außerparlamentarische Opposition). Diese neue Bewegung ist derzeit diffus und heterogen, was kein Nachteil ist. Im Weltsozialforum von Porto Alegre, im Widerstand der Zapatistas in Mexiko, in der internationalen Kleinbauernbewegung Via Campesina, bei Peoples Global Action, bei den Euromärschen, beim BUKO und auch bei ATTAC ist das Neue schon sichtbar. Ihre ersten Kristallisationspunkte fand diese neue Bewegung in «Seattle» und «Genua ». Ob diese internationale Bewegung auch zu einer internationalistischen wird, ist offen. [...] Die neue internationale Protestbewegung setzt den Neoliberalismus unter Druck. IWF, Weltbank, WTO können nicht mehr so leicht die Alternativlosigkeit ihrer neoliberalen Strukturanpassungspolitik behaupten wie noch vor einigen Jahren. Die Krisen in Südostasien, Mexiko und aktuell in Argentinien werden ihren Teil dazu beitragen, dass das Vertrauen in diese Institutionen sinkt. Die nahezu vollständige gesellschaftliche Marginalisierung emanzipatorischer Politik scheint aufgebrochen zu sein. Herrschaftskritische Positionen kehren zurück. Dass es nicht mehr die Alten sein können, so viel sei schon verraten. [...] Auszüge aus RezensionenEine Archäologie der Internationalismusbewegung: *** "Eine Buch-Reihe, die sich diesen Namen gibt, hat entweder hohe, schwer zu erfüllende Ansprüche (theorie) oder will internet- und zeitgeistgerecht ein paar zusammenhangslose Informationen und Phänomene verramschen (org.). Die Schmalheit des ersten Bandes "Internationalismus. Eine Einführung in die Ideengeschichte" von Josef Hierlmeier lässt Schlimmes befürchten. Beim Lesen weicht die Skepsis allerdings der Bewunderung, wie das Thema behandelt wird: Theoretisch anspruchsvoll und gleichzeitig nachvollziehbar auch für Uneingeweihte. (...) Eine derart unterhaltsame, kompakte, leicht verständliche und doch nicht oberflächliche Abhandlung über die Geschichte der bundesdeutschen Linken in Theorie und Praxis mit Verweis auf die Herkunft der jeweiligen Denktraditionen (d.h. mit einem Kurzabriss der Philosophiegeschichte der letzten zwei Jahrtausende) und auf die Auswirkungen in der Internationalismusbewegung dürfte ihres gleichen suchen." *** "Be an internationalist"."(...) Sie (die Geschichte des Internationalismus) zu schreiben ist eine ziemliche Aufgabe, und es ist unglaublich, dass es hier auf nur knapp 170 Seiten, von Vietnam bis Genua, derart kompakt, konzentriert und zugleich mit den nötigen Impulsen für Gegenwart und Zukunft gelungen ist. Was also letztendlich herausgekommen ist, ist nichts weniger als eine, und das muss in dieser dicken Deutlichkeit eben genau so gesagt werden, Pflichtlektüre für alle InternationalistInnen. (...) Und er (Hierlmeier) hat nicht nur von Theorien, Ideen und Konzepten, sondern eben auch von Ökonomie und Geschichte Ahnung und kann das auch noch präzise und angenehm unabgehoben rüberbringen. (...) Hierlmeiers Ideengeschichte ist in ihrer kompakten und äußerst fixen Rückschau bestens geeignet, die heutigen Positionen anders zu bewerten und die Realien für einen Neuanfang neu zu begründen. (...)" Honker, Terz - Düsseldorfer Stadtmagazin 9/02 *** Das Buch "bringt Klarheit in (das) Definitionswirrwarr und füllt die Sprechblasen der zeitgenössischen Politdebatten auch ordentlich mit Inhalt." *** "(...) In dem Band geht aber nicht nur um eine Rekonstruktion der Geschichte des Internationalismus, sondern deren knappe Skizze wird mit in diesen Zeiten wichtigen Ideen und Theoretikern kombiniert. So spielten Max Horkheimer, Theodor Adorno (mit beiden brachen die Studenten später bekanntlich) und Herbert Marcuse sowie Frantz Fanon, Che Guevara und der chinesische Aussenminister Lin Biao eine wichtige Rolle in der APO. In den 80er Jahren wird die Bedeutung der Befreiungstheologie und Dependenztheorie hervorgehoben. In den 90er Jahren werden Jürgen Habermas und Hannah Arendt als wichtige Gewährsleute des an Kooperation orientierten Politikstils angeführt. Der "zwanglose Zwang des besseren Arguments" (Habermas) und der normative Zivilgesellschaftsbegriff Arendts schien das Politikverständnis vieler NGOs zu prägen. Demgegenüber wäre für den Autor ein an Foucault anknüpfender Macht- und Diskursbegriff analytisch und politisch produktiver. *** " Der Autor, langjähriger Mitarbeiter im BUKO (Bundeskoordination Internationalismus) legt hier eine kompakte Einführung in die Ideengeschichte des Internationalismus vor. (...) Ein spannendes Buch für alle, die bereit sind, ihr Engagement im Spiegel historischer Veränderungen zu bedenken." *** "Der Autor legt einen faszinierend reflektierten, luzid kenntnisreichen und flüssig geschriebenen Überblick vor. (…) Ein absolut spannendes, ein brandaktuelles, ein die geschichtlichen Erfahrungen seit 68 nachbürstendes und nach vorne denkendes Buch für Theorie und Praxis." *** "Doch trotz der handlichen Verpackung bekommen die LeserInnen keine seichte Kost serviert. Hierlmeier hält in seinem Buch wichtige Einblicke bereit. (…) Ein Buch also nicht nur für Altlinke, sondern auch für neu Bewegte. Unser Prädikat: Absolut empfehlenswert." *** "Nur knappe 180 Seiten, brillant recherchiert und sprachlich erfrischend exakt." *** "Jenseits von Besserwisserei und ausgestattet mit dem kritischen Realismus eines langjährigen Aktivisten beschreibt Hierlmeier die neue, noch diffuse Bewegung. Mit seinem ideengeschichtlichen Abriß des Internationalismus in der BRD liefert er eine hervorragende Ergänzung zur chronologischen Geschichte der "Dritte-Welt-Bewegung in der Bundesrepublik", die Werner Balsen und Karl Rössel Mitte der 80er Jahre herausgegeben haben." *** "Auf den ersten Blick wirkt das Buch, in dem sich Autor Josef Hierlmeier auf kanpp 170 Seiten dem Thema "Internationalismus" widmet, fast unscheinbar. Was aber tatsächlich drin steckt an fundierter historischer Aufarbeitung der Ideengeschichte desselben, an sinnigen Verweisen und Erklärungen der jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Debatten, die die Diskussionen im internationale Solidarität von 1960 bis heute prägten und nach wie vor prägen, wird spätestens nach den ersten 20 Seiten deutlich. Sprachlich präzise und durch die Wahl der Textform des Essays hervorragend zu lesen, umreißt Hierlmeier die Entwicklungsgeschichte des Internationalismus als maßgeblichen Teil linker Bewegung, samt ihren Fehlleistungen und Projektionen, ihrem Scheitern und den ständiten Neuanfängen aus den Ruinen unbrauchbar gewordener Politik- und Denkansätze. Wenn es sich in Anbetracht der globalisierungskritischen Bewegung und dem Aufkeimen eines globaleren Politikansatzes nach Seattle und Genua lohnt, ein Buch zu lesen, um aus "der Geschichte" zu lernen, dann dieses." ***
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