Chronik des Konflikts

 

1994

1. Januar Die EZLN besetzt San Cristóbal de las Casas und drei weitere Städte in Chiapas. Das Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada (NAFTA) tritt in Kraft.
2. Januar Subkommandant Marcos verliest die Erste Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald: "Ya basta! Heute sagen wir, es reicht." Die EZLN nimmt den früheren Gouverneur von Chiapas, Absalón Castellanos, fest und macht ihm den Prozess "als einem der gewalttätigsten Goeverneure von Chiapas"; sie lässt ihn wieder frei mit der Strafe, "bis zum Ende des Lebens mit der Schande leben zu müssen".
5. Januar Bombardierung indianischer Ansiedlungen durch die Regierungstruppen, Gewaltakte, Massenerschießungen und Vertreibungen durch Bundesarmee und Paramilitärs; weltweite Proteste und Sympathiekundgebungen für die Zapatisten.
12. Januar Hunderttausend demonstrieren in Mexiko-Stadt gegen den Krieg in Chiapas; Präsident Salinas ruft einen einseitigen Waffenstillstand aus und macht ein Amnestieangebot; der PRI-Liberale Manuel Camacho Solís wird zum Friedensemissär der Regierung ernannt.
21. Januar Offener Brief von Marcos: "De que nos van a perdonar?" (Wofür müssen wir um Verzeihung bitten?)
21. Februar bis 2. März Friedensgespräche in der Kathedrale von San Cristóbal, Bischof Samuel Ruiz fungiert als Vermittler, Manuel Camacho Solís als Regierungsvertreter, vierzehn Zapatistas mit Subcomandante Marcos an der Spitze vertreten die EZLN. Die Regierung schlägt eine 34-Punkte-Vereinbarung vor, über die die EZLN in den Gemeinden abstimmen lässt.
23. März Der Präsidentschaftskandidat der PRI, Luis Donaldo Colosio, wird bei einer Wahlkampfveranstaltung in Tijuana erschossen.
12. Juni Die Zweite Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald wird veröffentlicht: "Wir werden uns nicht ergeben!"; Aufruf an die Zivilbevölkerung zur Nationalen Demokratischen Versammlung im August.
13. Juni Der Solidaritätskonvoi Karawane der Karawanen dringt mit Lebensmitteln, Medikamenten und Büchern in die indianischen Gemeinden im abgeriegelten Chiapas-Gebiet vor.
6. bis 9. August Erstes Treffen der Nationalen Demokratischen Versammlung (CND) der Zapatisten in eigens dafür gebauten Aguascalientes (mit Bibliothek!); mehr als 6000 TeilnehmerInnen.
21. August Präsidentschaftswahlen, Wahlen zum Abgeordnetenhaus, zum Senat und Gouverneurswahlen in Chiapas; PRI-Kandidat Ernesto Zedillo wird neuer Präsident, neuer Gouverneur von Chiapas wird Eduardo Robledo Rincón. Aus Protest gegen Wahlfälschung wird der Oppositionskandidat Amando Avedaño als "Gouverneur in Rebellion" ernannt.
10. Okt. Die EZLN bricht die Gespräche mit der Regierung ab.
9. bis 19. Dezember Zweite militärische Offensive der EZLN; sie durchbricht die militärische Umzingelung, vermeidet aber jeden bewaffneten Zusammenstoß mit Regierungstruppen, besetzt 38 Ortschaften und erklärt sie zu "autonomen, aufständischen Gemeinden". Bischof Ruiz tritt in Hungerstreik, um die Kriegsparteien zu Verhandlungen zu zwingen.
Dezember Eine schwere Finanz- und Wirtschaftskrise erschüttert Mexiko: Freigabe des Wechselkurses, Abwertung des Peso, massive Kapitalflucht.
Dezember Eine schwere Finanz- und Wirtschaftskrise erschüttert Mexiko: Freigabe des Wechselkurses, Abwertung des Peso, massive Kapitalflucht.

 

1995

1. Januar Dritte Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald.
9. Februar In einer Fernsehansprache enthüllt Präsident Zedillo "die bürgerliche Identität des Subcomandante Marcos als Rafael Guillén aus Tampico": Haftbefehl gegen Marcos und andere Führer der EZLN. Die EZLN zieht sich in den Lakandonischen Urwald zurück.
11. Februar Protestmarsch in Mexiko-Stadt; Hunderttausend skandieren: "Wir alle sind Marcos".
13. Februar Militäroffensive der Regierungstruppen in Chiapas, Aguascalientes wird zerstört; Massenflucht der Bevölkerung.
11. März Die Abgeordnetenkammer stimmt für das "Ley para el Dialogo, la Concordia y la Pacificación en Chiapas" (Gesetz für Dialog, Eintracht und Frieden in Chiapas), das den legalen Rahmen für die erste Verhandlungsrunde "Indigene Rechte und Kultur" in Chiapas bildet.
20. April Beginn der Friedensverhandlungen in San Andrés, mehr als 10.000 Zapatistas demonstrieren zur Unterstützung der EZLN.
1. Mai Auf der weltweit größten 1. Mai Kundgebung demonstrieren mehrere Hunderttausend gegen die Politik der Regierung und für den Friedensprozess.
28. Juni In Aguas Blancas, Guerrero, werden 17 Kleinbauern von Regierungskräften in einen Hinterhalt gelockt und getötet.
August "Conulta Nacional por la Paz y la Democracia" (Nationale Umfrage für Frieden und Demokratie), bei der sich eine knappe Mehrheit der 1,2 Millionen TeilnehmerInnen für eine Umwandlung der EZLN in ein landesweites, unabhängiges politisches Forum ausspricht; Aufruf zu neuen "Aguascalientes".

 

1996

1. Januar Vierte Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald.
16. Februar Das Abkommen von San Andrés über "Indigene Rechte und Kultur" wird von Präsident Zedillo unterzeichnet: Die Umsetzung in Gesetzesvorlagen wird der Parlamentskommision COCOPA übergeben. Das Abkommen sieht Autonomie und mehr Rechte für die Indígenas in Chiapas vor.
4. Mai Die Zapatisten Javier Elorriaga und Sebastián Entzín werden zu langen Haftstrafen verurteilt. Daraufhin bricht die EZLN die Verhandlungen ab. Die beiden Zapatisten werden nach heftigsten Protesten im Juni freigelassen.
29. Juli bis 3. August Internationales Treffen für Menschlichkeit und gegen den Neoliberalismus, auch Intergalaktisches Treffen genannt, gleichzeitig in fünf "Aguascalientes" im Lakandonischen Urwald, mehr als 3.000 TeilnehmerInnen aus 54 Ländern.
November-Dezember Die COCOPA legt in San Cristóbal einen Gesetzentwurf "Indigene Rechte und Kultur" vor. Die EZLN stimmt zu, unter der Bedingung, dass keine Änderungen vorgenommen werden. Präsident Zedillo unterbreitet einen geändeten Vorschlag.

 

1997

16. Januar Die Zapatisten lehnen den Regierungsvorschlag ab. Die Verhandlungen sind unterbrochen.
August-Dezember Gewaltakte in Chiapas, Übergriffe der Paramilitärs, gewaltsame Landbesetzungen, Hunderte von Familien werden vertrieben, gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen den indianischen Gemeinden nehmen zu. Zwischen 40.000 und 60.000 Regierungssoldaten befinden sich in Chiapas.
9. September Marsch von 111 vermummten Zapatistas nach Mexiko-Stadt, um die Umsetzung der Vereinbarungen von San Andrés zu fordern.
22. Dezember Massaker in Acteal; 45 Menschen werden erschossen oder niedergemetzelt; bis heute sind die Verantwortlichen, meist Paramilitärs, nicht strafrechtlich verfolgt.

 

1998

5. Januar Innenminister Chuayffet muss auf internationalen Druck zurücktreten.
Januar-Juli Verstärkte Einfälle der Regierungstruppen in die autonomen Gemeinden, die Bundesarmee errichtet einen "sanitären Sperrgürtel". Elitetruppen durchkämmen das Gebiet auf der Suche nach Zapatistas. "Krieg niedriger Intensität".
19 Juli Nach monatelangen Schweigen die Fünfte Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald; Aufruf zur "Consulta Nacional contra el Guerra de Exterminio" (Nationale Befragung gegen den Ausrottungsfeldzug) im März 1999.

 

1999

21. März Nationale Befragung mit mehr als zwei Millionen TeilnehmerInnen für die politische Legimität der indianischen Forderungen: "Es wird keinen Übergang zur Demokratie geben noch eine wirkliche Lösung der Probleme ohne die Respektierung der indianischen Völker."
April-Juli Die Bundesarmee intensiviert den "Krieg niederer Intensität" mit immer neuen Übergriffen auf indigene Gemeinden.

 

2000

2. Juli Die PRI wird nach 71 Jahren Einparteiensystem durch den Kandidaten der konservativen PAN-Partei, Vicente Fox, besiegt.
20. August Bei der Gouverneurswahl in Chiapas besiegt der Oppositionskandidat (Bündnis für Chiapas) Pablo Salazar den PRI-Kandidaten Sami David. Salazar sagte kürzlich in einem Interview, er sei kein Freund der Aufständischen. "Mit mir haben sie aber einen großen Vorteil: Ich bin Antizapatist".
1. Dezember Vicente Fox übernimmt die Macht und verspricht Frieden für Chiapas.
2. Dezember Die EZLN stellt drei Bedingungen an die neue Regierung, um die Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen: die Verabschiedung des Gesetzesvorschlags der COCOPA "Indigene Rechte und Kultur", die Freilassung aller zapatistischen Gefangenen und den Rückzug der Regierungstruppen von sieben Punkten in Chiapas.

 

2001

26. Februar bis 11. März Die Führung der EZLN begibt sich auf den "Zapatistischen Marsch der Indigenen Würde" durch 12 mexikanische Bundesstaaten nach Mexiko-Stadt, um den drei Forderungen vom Dezember Nachdruck zu verleihen und national und international für die Unterstützung ihrer Ziele zu werben.
28. März Nach langen Verhandlungen erhalten die Comandantas und Comandantes das Rederecht im mexikanischen Parlament. Sie bekräftigen auf höchster Ebene ihre Forderungen nach Frieden, Gerechtigkeit, Demokratie, Freiheit, Land und Würde und die Umsetzung der Gesetzesinitiative der COCOPA.
27. April Eine stark abgeänderte, verwässerte Version des Vorschlags der COCOPA wird als "Gesetz über indigene Rechte und Kultur" verabschiedet. Die EZLN bricht daraufhin den Dialog mit der neuen Regierung Fox ab und ruft zu zivilem Ungehorsam auf.

 

2002

27. Januar Zwanzig soziale, politische und religiöse Organisationen von El Limar, Tila, nicht jedoch die mutmaßlich paramilitärische Gruppe Paz y Justicia (Frieden und Gerechtigkeit), unterzeichnen einen Versöhnungsvertrag
15. Februar Eine der Hauptführungskräfte von Paz y Justicia, Diego Vázquez Pérez, wird für Vergehen verhaftet, die im Jahre 1997 begangen wurden.
11. Oktober Der Congreso Nacional Indígena (die größte indigene Dachorganisation Mexikos) beschließt, die “Politik der Stille" aufrechtzuerhalten und in ihre Dorfgemeinden “nicht als Besiegte zurückzukehren, sondern die Verteidigung unserer Territorien und unserer Identität zu verstärken" und angesichts der Reformen, die nach der verfassungsmäßigen Reform vorherzusehen sind, “die Autonomie der Tatsachen aufzubauen"

 

2003

1. Januar Die EZLN bricht die Stille mit der bisher größten Demonstration von mehr als 20.000 indigenen zapatistischen Unterstützungspersonen in San Cristóbal.
Ab Januar Die EZLN stellt einen “Kalender des Widerstandes" vor. In zwölf Dokumenten stellt Subkommandant Marcos eine Radiographie der sozialen Kämpfe vor, die im Rest Mexikos bestehen.
8-10. August Die Führung der EZLN kündigt das Verschwinden der Aguascalientes und die Schaffung von Caracoles und “Juntas der Guten Regierung“ an. Damit wollen die Zapatisten die Autonomie selbst aufbauen, die in den Abkommen von San Andrés vereinbart wurde. Feierlicher Akt in Oventik.

 

2004

27. Januar Die Regierung des Bundesstaates Chiapas unterschrieb ein Abkommen mit der Europäischen Union zur Kofinanzierung des "Proyecto de Desarrollo Social Integrado y Sostenible de la Selva Lacandona" (PRODESIS) (Projekt zur Integralen und Nachhaltigen Sozialen Entwicklung im Lakandonischen Urwald) welches in der Pufferzone des Biosphärenreservats Montes Azules umgesetzt werden soll. Der Abkommenspartner Europa wird jenem Projekt 15 Millionen Euro zuschießen und für weitere 16 Millionen wird die bundesstaatliche Regierung von Chiapas aufkommen.
10. April Zapatistische Unterstützungspersonen aus dem Landkreis Zinacantán wurden nach einer Demonstration zum Gedenken des Todestages von Emiliano Zapata von Mitgliedern der Partei PRD angegriffen. Die Zapatisten hatten an die BewohnerInnen der Gemeinde Jechvó , Wasser verteilt, denen das Wasser zuvor einen Monat lang von den Mitgliedern der PRD vorenthalten worden war.
28. Mai In Guadalajara findet das III. Gipfeltreffen der Regierungs- und Staatschefs aus Lateinamerika und der Europäischen Union statt. Parallel dazu organisierte die Zivilgesellschaft das Forum "Alternativen Verknüpfen", auf diesem wurde die Politik der EU in Lateinamerika hinterfragt. Die "Gegengipfel"-Demonstration endete mit 45 willkürlich Verhafteten, die geschlagen und gefoltert wurden. Es wurden acht AusländerInnen verhaften und willkürlich aus dem Land verwiesen.

 

2005

19. Juni Die EZLN ruft Alarmstufe Rot aus, was Folgendes bedeutet:1. Die Schließung der autonomen zivilen Strukturen (Caracoles). Deren Angehörige wurden „in Sicherheit“ gebracht und setzten fortan ihre Arbeit an „wechselnden Orten“ fort. 2. Die Neuorganisierung der zivilen Unterstützungsbasen und die Einquartierung der zapatistischen Aufständigen, die soziale Arbeit in den Gemeinden verrichten. 3. Dass die nationale und internationale Zivilbevölkerung, die sich zu dieser Zeit in den autonomen Bezirken aufhielt, das Gebiet verlässt;
20. Juni Das Verteidigungsministerium informiert über eine Operation, bei der 44 Marihuanafelder in zapatistischem Gebiet zerstört worden seien. Bald wurde jedoch deutlich, dass die erwähnte Operation außerhalb des “Konfliktgebietes” stattfand und in Bezirken, die keine zapatistische Präsenz aufweisen. Das Innenministerium muss die Verbindung dementieren.
29. Juni-1. Juli In 3 Kommuniqués stellte die EZLN die Sechste Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald vor. Die Sechste Erklärung zieht eine Bilanz der elfjährigen Geschichte und des Kampfes der Zapatistas: „Ein neuer Schritt im indigenen Kampf ist nur möglich, wenn die Indígenas sich mit den ArbeiterInnen aus der Stadt und auf dem Land zusammentun (...).“
11. Juli Die Alarmstufe Rot wird aufgehoben.
August-September Zwischen August und September finden größere Treffen zwischen der Zivilgesellschaft und der EZLN in verschiedenen Dörfern des Lakandonischen Urwaldes statt.
5. Oktober In der ersten Oktoberwoche verwüstet der Hurrikan Stan Chiapas, Guatemala und El Salvador. Es wird vermutet, dass Stan im Süden von Chiapas mehr als 18 000 Häuser und 174 Schulen zerstört hat. Der Hurrikan schnitt mehr als 88 Gemeinden von der Außenwelt ab, zerstörte mehr als zwanzig Brücken und noch mehr Straßen.

 

2006

1. Januar Beginn der nationalen Rundreise des Delegierten Null im Rahmen der Otra Campaña
3. Mai Eine Gruppe von fliegenden HändlerInnen, welche Blumen in Texcoco (im Bundesstaat Estado de México) verkauften, kamen in Konflikt mit der Polizei. Das Ergebnis zweier Polizeioperationen gegen die Bevölkerung von Atenco, die sich mit den BlumenverkäuferInnen solidarisiert hatte, waren zwei Tote, zahlreiche Verletzete, 211 Festnahmen, 5 Ausweisungen von AusländerInnen. 26 der festgenommenen Frauen zeigen später an, während des Transportes zur Haftanstalt von Seiten der Einsatzkräfte sexuelle Gewalt erlitten zu haben.
Juni-November Die Lehrergewerkschaft des Bundesstaates Oaxaca mobilisiert über 40 000 LehrerInnen zu einem Protestcamp, dem sich weite soziale Bereiche dieses Bundesstaates anschließen. Was mit Gewerkschaftsforderungen begann, endete vor allem mit der Forderung nach dem Rücktritt des Gouverneurs Ulises Ruiz (PRI). Die meisten sozialen Organisationen Oaxacas geben ihm die Verantwortung für repressive Aktivitäten der Sicherheitskräfte. Sie gründen die Volksversammlung der Völker Oaxacas, APPO (Asamblea Popular de los Pueblos de Oaxaca). Das Protestcamp und zahlreiche Barrikaden werden über Monate hinweg aufrechterhalten und Regierungsgebäude blockiert. Die Bewegung wächst und an den Demonstrationen nehmen bis zu einer Million Personen teil. Durch die Repression gegen diesen Aufstand werden in diesen Monaten etwa 23 Menschen getötet.
2. Juli Präsidentschaftswahlen in Mexiko. Wahlsieger ist Felipe Calderón von der PAN. Der unterlegene Mitte-Links-Kandidat der PRD, Andrés Manuel López Obrador spricht von Wahlbetrug.
20. August Gouverneurswahlen in Chiapas
13. November 17 Familien der Dorfes Viejo Velasco Suárez im lakandonischen Urwald, Chiapas, werden von mehreren hundert Bauern der “Comunidad Lacandona” bewaffnet angegriffen. Dabei gibt es 4 Tote, sowie 4 Entführungen.
20. November Andrés Manuel López Obrador tritt aus Protest gegen den von ihm angeprangerten Wahlbetrug sein Amt als „legitimer Präsident“ Mexikos an.
25. November Einheiten der Bundespolizei PFP greifen eine Demonstration der APPO an, die ins historische Stadtzentrum Oaxacas marschiert. Alleine an diesem Tag werden 143 Personen festgenommen, von denen viele misshandelt werden. Die Polizei räumt das Protestcamp und die letzten Straßenblockaden.
1. Dezember Felipe Calderon tritt unter Polizeischutz und vor einem polarisierten Kongress das Amt des mexikanischen Präsidenten an.
8. Dezember Juan Sabines Guerrero tritt das Amt des Gouverneurs von Chiapas an.

 

2007

1. Januar Treffen der „zapatistischen Völker mit den Völkern der Welt“ im Caracol Oventic.
20.-28. Juli 2. Treffen der „zapatistischen Völker mit den Völkern der Welt“ nacheinander in den Caracoles Oventic, Morelia und La Realidad.
August Die Dörfer El Buen Samaritano und San Manuel in der Region Montes Azules/ Chiapas werden von Polizei und Armee geräumt. Die Männer werden ins Gefängnis, Frauen und Kinder in Notunterkünfte gebracht.
September Die EZLN sagt die Reisen der Kommission der „Sechsten“ (6. Erklärung aus dem lakandonischen Urwald) mit der Begründung ab, sich auf die Verteidigung der Gemeinden konzentrieren zu wollen. Die Kommission wollte von September bis Dezember den Süden und das Zentrum Mexikos bereisen. Von Januar bis Anfang Juni hatten drei Delegationen der EZLN-Kommandatur den Norden des Landes bereist.
11.-14. Oktober Treffen der indigenen Völker Amerikas in der Yaqui Gemeinde von Vicam (Bundesstaat Sonora). Es nahmen 570 indigene Delegierte teil, die 66 Völker aus 12 amerikanischen Ländern repräsentierten.
29.-31. Dezember 3. Treffen der „zapatistischen Völker mit den Völkern der Welt“ im Caracol La Garrucha. Frauentreffen. Die zapatistischen Frauen berichten den Frauen Mexikos und der Welt von ihrer Situation und ihren Zielen.

 

Desmilitarización!

 

CAREA e.V. - Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas/Mexiko und Zeugenbegleitung in Guatemala