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BUKO News Spezial zur Flutkatastrophe
Die BUKO-News sind ein E-Mail Newsletter, der ca.
2-4 mal im Monat von der Geschäftsstelle der BUKO verschickt
wird. Darin informieren wir zum einen über die BUKO,
BUKO-Veranstaltungen und -Neuigkeiten. Zum anderen leiten
wir gesammelte Nachrichten, Aufrufe, Informationen zu uns
wichtig erscheinden Themen, Aktionen und Veranstaltungen
weiter. Für Hinweise/Anregungen sind wir dankbar.
(mail an: mail[at]buko.info)
In unregelmäßigen Abständen veröffentlicht
die Buko-Geschäftsstelle
themenspezifische Newsletter wie diesen. Wer regelmäßig die
buko-News erhalten will, kann sich unter folgendem link in
den newsletter eintragen:
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Inhalt:
- Zur Flutkatastrophe in Asien; Pressemitteilung der AKTION 3. WELT Saar
- Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW) bittet für Tsunamiopfer um Unterstützung
- Spendenaufruf: Rettet den Regenwald
- medico international Spendenaufruf
- Presseerklärung von Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V vom 4.1.05
- Newsletter german-foreign-policy: Zivil-militärische Zusammenarbeit
1) Zur Flutkatastrophe in Asien; Pressemitteilung der AKTION 3. WELT Saar
Pressemitteilung 6. Januar 2005 - Nr. 2
Zur Flutkatastrophe in Asien: Spenden für Flutopfer bündeln
Professionelle Hilfsstrukturen stärken
Projektpartner der AKTION 3.WELT SAAR betroffen
"Die Betroffenen der Flutkatastrophe brauchen vor allem professionelle
Hilfe", so Gertrud Selzer vom Vorstand der AKTION 3.WELT SAAR. "Deshalb
begrüßen wir private Spendenaktionen, stehen aber privaten Hilfsaktionen
vor Ort sehr skeptisch gegenüber", so Selzer.
Statt dessen ruft die AKTION 3.WELT SAAR dazu auf, den großen
Hilfsorganisationen wie Unicef, DRK und anderen Spenden zukommen zu
lassen. Der Verein ist in den vergangenen Tagen immer wieder angefragt
worden, eigene Projekte in der Krisenregion durchzuführen. Damit die gut
gemeinte Hilfe nicht versickert, ist es wichtig, dass die vielen Spenden
und einzelnen Spendenaktionen gebündelt werden. Sie gehören auf das
Konto von professionellen Hilfsorganisationen, die für Katastrophenhilfe
ausgebildet sind und darauf achten, dass aus einer Katastrophenhilfe
keine neuen Abhängigkeiten entstehen. "Deshalb werden wir kein eigenes
Projekt starten, sondern bestehende Strukturen unterstützen", so Gertrud
Selzer.
Von der Flutkatastrophe in Asien sind auch Partnerorganisationen der
AKTION 3.WELT SAAR betroffen. Der Weltladen der Organisation bezieht von
10 Genossenschaften in Sri Lanka, Thailand, Indonesien und Indien Waren
aus Fairem Handel. Darunter sind zum Beispiel Tee, Cashew-Nüsse und
Textilprodukte. Nach wie vor werden Mitarbeiter in Partnerprojekten
vermisst. Eine Kontaktaufnahme war bisher nicht möglich. Von anderen
werden Vermisste gemeldet. Zum Teil sind Produktionsanlagen und Häuser
zerstört. Alle Kooperativen sind vor Ort in der Soforthilfe und beim
Wiederaufbau tätig.
AKTION 3.WELT SAAR
Weiskirchener Strasse 24
66679 Losheim am See
Telefon Büro: 06872 9930-56, Fax: 06872 9930-57
Telefon Weltladen und Bibliothek: 06872 9930-58
a3wsaar at t-online.de; www.a3wsaar.de
2) Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW) bittet für Tsunamiopfer um Unterstützung
ASW bittet um Unterstützung für vom Tsunami betroffene Menschen und
Projekte in Indien
Bis zu 20.000 Euro hat die ASW bislang als Sofortunterstützung sieben
betroffenen Gruppen an der Südostküste Indiens zugesagt. In der Region
Nagapattinam in Tamil Nadu, die am verheerendsten von der Flutwelle
getroffen wurde, sind zum Beispiel das Fischernetzwerk ,Coastal Action
Network' und die Gruppe LAW TRUST aktiv, die die ASW seit mehr als 10
Jahren unterstützt. Im Mündungsdelta des East-Godavari in Andhra Pradesh
arbeitet das Dalit-Netzwerk SVAS. Die dringlichsten Aufgaben für die
Gruppen:
- a.. Reorganisation der Netzwerkaktivitäten zur gegenseitigen
Unterstützung
- b.. Koordination der Rettungsaktionen
- c.. Erreichen von bislang unzugänglichen Dörfern
- d.. Information der Behörden über dort identifizierte weitere
Hilfsbedürftige
- e.. Beratung zu Beschaffung von Trinkwasser und Nahrung
- f.. Bereitstellung von Plastikplanen und Kleidung für Notunterkünfte
- g.. Ärztliche Notversorgung auch für abgelegenere Dörfer, auch für
"unreine" Dalits.
Genauere Auskünfte gibt Ihnen gerne unser Indien-Referent Detlef Stüber:
030 - 2594 0803 oder indien at aswnet.de
Spenden bitte unter Angabe des Kennwortes "Flutwelle" auf unser Konto bei
der Postbank Berlin
Kto: 4006 104
BLZ: 100 100 10
3) Spendenaufruf: Rettet den Regenwald
Unsere Partnerorganisation leistet Katastrophenhilfe auf Sumatra
UPDATE: Umweltschützer retten Kinder und Frauen
Die Provinz Aceh auf der indonesischen Insel Sumatra ist von der
Flutkatastrophe besonders schlimm betroffen. Walhi, das größte
indonesische Netzwerk von Umweltgruppen, ist inzwischen mit fast 60
Leuten vor Ort. Unsere Partnerorganisation konzentriert sich auf die
Nothilfe vor allem für Kinder und Frauen und hat dafür zunächst 10.000
Euro Soforthilfe von uns bekommen. Mittelfristig will Walhi auch
ökologische und soziale Hilfe leisten, um Hunderttausende Waldbewohner
vor der Holzmafia und dem Militär zu schützen.
Bisher haben wir online Spendenzusagen über 30.000 Euro erhalten. Bitte
helfen Sie mit weiteren Beträgen. Die Indonesien-Spezialistin Inge
Altemeier wird für uns ab dem 10. Januar in Aceh dabei helfen, dass die
Gelder direkt bei den Opfern ankommen.
Weiter Infos unter:
http://www.regenwald.org/new/aktuelles/spenden-aktuell.php
4) medico international Spendenaufruf
Spendenaufruf Flutkatastrophe im Indischen Ozean Lokale medico-Partner bitten um Unterstützung
Das furchtbare Seebeben in Südasien steht im Zeichen der "Globalisierung
der Katastrophe". Angesichts der weltweiten Sorge und Trauer um die
Opfer wird deutlich, wie die Welt näher zusammengerückt ist. Gerade auch
in Zeiten der Katastrophe. Die Hotels der Touristen in unmittelbarer
Nähe zu den Zonen des Elends, des Krieges und der Tagelöhner. Anlass zur
Unruhe auch, dass vom thailändischen Strand aus zwar jederzeit weltweite
Warentermingeschäfte getätigt werden konnten, aber keine Warnung vor der
Katastrophe möglich schien.
Unsere Partner, das People's Health Movement (PHM) in Südasien bitten um
ihre Solidarität und Mithilfe. Das PHM ist ein Netzwerk hunderter
lokaler und regionaler Gesundheitsinitiativen. Es gilt, nicht nur sofort
die schlimmsten Nöte der Bevölkerung abzumildern, sondern auch
langfristige Rehabilitationskonzepte mit den betroffenen Gemeinden zu
erarbeiten. Besonders in jenen Gebieten, die fernab der touristischen
Reiseziele liegen.
Medico ruft die Bevölkerung zu Spenden für die Arbeit des People's
Health Movement auf.
Stichwort "Seebeben".
Frankfurter Sparkasse
Kontonummer 1800
Bankleitzahl 500 502 01
Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an:
Katja Maurer, Pressereferentin,
069 94438 -0 (Durchwahl -29) oder 0171 1221261
eMail: info at medico.de
Die Pressemitteilung (vom 29.12.04) mit weiteren Infos zum Spendenaufruf
findet mensch hier:
http://www.medico-international.de/projekte/seebeben01.asp
5) Presseerklärung von Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V vom 4.1.05
Medizinische Flüchtlingshilfe richtet Vermissten-Hotline ein und bittet
um Spenden
Flutkatastrophe lässt Flüchtlinge im Ungewissen
MigrantInnen forschen nach ihren Angehörigen
Bundesregierung soll Vergabe von Einreisevisa erleichtern
In einer Pressemitteilung zur Flutkastastrophe in Asien schreibt die
medizinische Flüchtlingshilfe u.a.: "Doch nicht nur Angehörige von
deutschen TouristInnen bangen hierzulande derzeit um das Überleben ihrer
verschollenen Familien und FreundInnen. Auch Tausende von Flüchtlingen
und MigrantInnen aus Indonesien, Thailand, Sri Lanka und anderen Ländern
der betroffenen Region, die in der Bundesrepublik Deutschland leben,
suchen verzweifelt nach Überlebenzeichen ihrer Verwandten.
Gerade tamilische Flüchtlinge aus den Bürgerkriegsregionen Sri Lankas
müssen dabei zusätzlich fürchten, dass ihre Angehörigen bei
Aufräumarbeiten Opfer von Explosionen der zahllosen Minen werden, die
durch die Flut aufgeschwemmt und unter dem Schutt verteilt wurden. Die
Medizinische Flüchtlingshilfe bittet um Spenden, für die Nothilfe in den
bedrohten Regionen. Unter dem Stichwort "Flutkatastrophe" eingehende
Spenden werden zur gesundheitlichen Versorgung der Opfer über medico
international weitergeleitet an das Peoples Health Movement (PHM) in
Südostasien. [...] Von der Bundesregierung fordert die Medizinische
Flüchtlingshilfe die rasche und unbürokratische Erteilung von
Einreisevisa für Katastrophenopfer, die von ihren Angehörigen nach
Deutschland eingeladen werden."
Die komplette Pressemitteilung gibt es hier:
www.bo-alternativ.de/mfh-pe-4-1-05.htm
Als pdf hier:
www.bo-alternativ.de/mfh/Presseerklaerungen/pe20050104flut.pdf
6) Newsletter german-foreign-policy: Zivil-militärische Zusammenarbeit
Nachrichten 1.1.2005:
Strategische Abstimmung
BONN / BERLIN (Eigener Bericht) - Das Bundesministerium für Verteidigung
nutzt die Flutkatastrophe in Asien zur praktischen Erprobung
,,zivil-militärischer Zusammenarbeit". Gleichzeitig entsendet das
Bundesinnenministerium paramilitärische Einheiten, deren Tätigkeit die
Arbeit der privaten Hilfsorganisationen überlagert und sie von den
staatlichen Stabsstellen abhängig macht. Die gegenwärtigen Aktivitäten
der deutschen Außenpolitik folgen großangelegten Manövern vom November
2004, bei denen die Einbindung ziviler Einrichtungen in den Umbau der
Bundeswehr zu einem Instrument der ,,präventiven Kriegführung" geprobt
worden ist. Als Koordinationsstelle ist das neu eingerichtete
,,Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe" tätig. Zu den
Hauptaufgabenbereichen der sogenannten ,,Zivilen Verteidigung" gehört
die ,,Unterstützung der Streitkräfte" durch ,,Maßnahmen im zivilen
Bereich, die der Unterstützung der Operationsfreiheit und der
Operationsfähigkeit dienen".
Mehr:
www.german-foreign-policy.com/de/news/article/1104534000.php
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