Wo steht die Bewegung?
Eine Zwischenbilanz der Globalisierungskritik (iz3w Sonderheft)
Wo steht die Bewegung?
Eine Zwischenbilanz der Globalisierungskritik
iz3w Sonderheft, Ausgabe 265
76 Seiten
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Zum Inhalt des Hefts:
Nach den Demonstrationen von Genua 2001 waren die Medien voll mit euphorischen Berichten über die GlobalisierungskritikerInnen. Doch mittlerweile ist die Aufbruchstimmung gedämpft.
Je deutlicher die Notwendigkeit wird, über plakative Parolen hinauszugehen, desto wichtiger ist es, inne zu halten im politischen Alltagsgeschäft und eine vorläufige Zwischenbilanz zu ziehen. Wo steht die Globalisierungskritik heute? Was hat sie erreicht? Wie reagieren die Institutionen und die Neoliberalen auf sie? Wo liegen Defizite? Zur Beschäftigung mit diesen Fragen will das Sonderheft des BUKO- Arbeitsschwerpunktes Weltwirtschaft und des iz3w einen kritisch-solidarischen Beitrag leisten. (Inhaltsverzeichnis: siehe unten)
Die Blätter des iz3w:
Seit 1970 ist die iz3w eine der wichtigsten unabhängigen Zeitschriften zu Nord-Süd-Themen im deutschsprachigen Raum. In sechs Ausgaben pro Jahr beschäftigen wir uns u.a. mit den verschiedenen Aspekten der Globalisierung, mit Migration und Rassismus, Entwicklungspolitik und -theorie, mit Ökologie und Medien, Literatur, Sport und Musik sowie mit sozialen Bewegungen. Diese und andere Themenbereiche werden im Lichte des Verhältnisses zwischen Nord und Süd analysiert, denn trotz aller Verschiebungen der jüngsten Zeit stellt dieses weiterhin einen Angelpunkt der politischen, ökonomischen und kulturellen Entwicklungen dar.
Die iz3w versteht sich keineswegs als "neutrale" Quelle für Informationen und Analysen zum Weltgeschehen. Vielmehr kritisieren wir die Ordnung einer Welt, die wir nicht für die beste aller denkbaren halten - eine Welt, die zwar genügend materielle Möglichkeiten geschaffen hat, um allen Menschen ein vernünftiges Leben garantieren zu können, in der statt dessen jedoch bis heute Milliarden in Elend und Unterdrückung leben. Wir wollen uns nicht abfinden mit Verhältnissen, die nur für einen kleinen Teil der Weltbevölkerung komfortabel sind, während gleichzeitig die Marginalisierung der Menschen fortschreitet, die für den Kapitalismus überflüssig und nutzlos geworden sind. (Quelle: www.iz3w.org)
Inhaltsverzeichnis
Teil 1: Krisen und Kritiken
Geschichte wird gemacht
Argentinien und die Widersprüche der Globalisierung | von Stephan Günther
Im Zeichen der Krise
Globalisierungskritik in Südkorea | von Wolfgang Pomrehn
Luxemburg in Russland
Warum es Globalisierungskritik in der Ex-Sowjetrepublik so schwer hat | von Gisela Neunhöffer
Teil 2: Die Antwort der Institutionen
Mit Schirm und Charme
Wie die WTO auf ihre Kritiker reagiert | von Heiko Wegmann
Draußen bleibt Drinnen
Weltbank-Dissident Stiglitz wirbt für sanfte Globalisierung | von Heiko Wegmann
Die Bank, die Armen und der Markt
Ideologische Diskursstrategien der Weltbank | von Aram Ziai
Nicht Fisch, nicht Fleisch
Agrarhandelspolitik zwischen Liberalisierung und Protektionismus | von Eva Gelinsky
Bollwerk auf besetztem Terrain
Taugt die Europäische Union für progressive Politik? | von Markus Wissen
Eine Tragödie nimmt ihren Lauf
Die Biodiversitätspolitik der UN führt zu Privatisierung | von Martina Backes
Teil 3: Umkämpfter Kapitalismus
Die Konjunktur der Krise
Ein Crashkurs über neuere Kapitalismustheorien | von Moe Hierlmeier
Im Netz der Denker
Die Aktivitäten neoliberaler Think Tanks | von Dieter Plehwe
Soviel Untergang war nie
Zum Zusammenhang von Krieg und Globalisierung | von Thomas Seibert
McWorld talks back
Zur Debatte über die kulturelle Globalisierung | von Andreas Linder
Konzeptuelle Blindstellen
Schwierigkeiten feministischer Globalisierungskritik | von Stefanie Kron
Die Politik des Haushalts
Feministische Gegenentwürfe zum neoliberalen Modell | von Gülay Çaglar
Teil 4: Bewegungsperspektiven
Von Heroen-Sagen zu Alltagsfragen
Anti-patriarchale Perspektiven der Globalisierungskritik | von Ariane Brenssell
Fragend geht's voran
Wie die Bewegung auf den Begriff kommt | von Ulrich Brand
»Wir müssen einen zweifachen Kampf führen«
Interview mit Walden Bello
Fatale Nachbarschaften
Globalisierungskritik und reaktionäre Ideologien | von Stephan Günther
Falsche Freunde
Die extreme Rechte und die Antiglobalisierungbewegung | von der Antifaschistischen Aktion Berlin (AAB)
Die Autonomie der Migration
Ohne Antirassismus ist keine andere Welt möglich | von Astrid Kusser, Efthimia Panagiotidis und Vassilis Tsianos
Business as usual?
Eine Diskussion über Globalisierung(skritik) nach dem 11. September | mit Lena Bröckl, Friederike Habermann, Felix Kurz und Ernst Lohoff



