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Sand oder Öl im Getriebe des Weltmarkts?
Alternativer Handel als politischer Handel - die Anfänge
Sogenannte Aktionsgruppen und Weltläden verkauften Waren aus Alternativem Handel, um auf weltwirtschaftliche Zusammenhänge und Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Der Handel selbst war zugleich Ansatzpunkt und Beispiel zur Überwindung dieser Ungerechtigkeiten. Alternativer Handel verstand sich dabei ausdrücklich im doppelten Sinn als politischer Handel: Zum einen wurden gezielt Produkte von Ländern und Projekten gefördert und vermarktet, die für bestimmte Entwicklungsmodelle, Befreiungsbewegungen, benachteiligte Gruppen standen (Kaffee aus Tanzania und Nicaragua, Kerzen aus Soweto...). Zum anderen mischte sich der Alternative Handel in die hiesige Politik ein und trat hier für Veränderungen ein (z.B. Kampagne gegen Futtermittelimporte).
Das Besondere des Alternativen Handels ist also die Kombination einer "inhaltlichen" Ebene, welche die ungerechten wirtschaftlichen Beziehungen thematisiert und auf deren Veränderung drängt, mit einer "praktischen" Ebene, die aufzeigt, wie ein partnerschaftlicher, gerechterer Handel aussehen könnte. Der Alternative Handel der Weltläden und Aktionsgruppen war immer eine Verbindung von Lern- und Bildungsbewegung und praktischer Aktion. Die Inhalte und Schwerpunkte der Bildungsarbeit wechselten in Abhängigkeit von und in Reaktion auf gesellschaftliche und globale Entwicklungen.
Diese beiden "Standbeine" sind konstitutiv für den Alternativen Handel und bedeuten zugleich eine ständige Gratwanderung: Als praktischer Ansatz bewegt er sich im System und ist Teil des Systems, welches er doch zugleich kritisiert und verändern möchte. Entsprechend gab die Frage der Gewichtung des praktischen Teils - Handel, Verkaufen, Unterstützung benachteiligter ProduzentInnen - und des inhaltlichen Teils des Alternativen Handels - Bildungsarbeit, Auseinandersetzung mit entwicklungspolitischen und weltwirtschaftlichen Fragen, politische Einflußnahme - regelmäßig Anlaß zu internen Auseinandersetzungen. Dabei verlief die Streitlinie sowohl innerhalb der Aktionsgruppen und Weltläden als auch zwischen diesen und den Importorganisationen.
Zwei weitere Aspekte waren bestimmend für die Aktion Dritte Welt Handel (A3WH) von ihren Anfängen in den späten 60er bis ca. zum Beginn der 90er Jahre: Erstens waren die Weltläden und Aktionsgruppen ein Ort der entwicklungspolitischen Alphabetisierung, d.h. der Lernaspekt der Bildungsbewegung hatte ein sehr starkes Gewicht. Bildung, entwicklungspolitische Bildung, war (auch) sehr stark nach innen in die einzelnen Aktions- und Ladengruppen hinein orientiert. Hier beschäftigte man sich mit der "Entwicklung der Unterentwicklung", ging man der Frage nach, "warum sie so arm sind" (so der Titel eines Buches, welches rund eine viertel Million mal verkauft wurde), oder ob es "Hunger durch Überfluß" gibt (so der Titel eines Arbeitsheftes von "Brot für die Welt" Anfang der achtziger Jahre). Die Produkte wurden mit "Hintergrund" geliefert, und es bestand die Erwartung, sich mit diesem Hintergrund zu befassen. "Die GEPA ist kein Supermarkt", sagte die größte alternative Importorganisation, die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH (gepa), von sich.
Eng damit zusammen hing zweitens das Selbstverständnis einer konsumkritischen Bewegung. Es ging nicht ausschließlich ums Verkaufen. Es war die Zeit, in der über die "Grenzen des Wachstums" nachgedacht und "Jute statt Plastik" sowie die obligatorische Jutetasche zum Markenzeichen der Bewegung wurden. Ebenso wurde auch der Handelsboykott z.B. gegen Südafrika ("Kauft keine Früchte der Apartheid") als Mittel der Politik angesehen und praktiziert.
Aus der Beschäftigung mit dem einen folgte das andere: "Alle großen sozialen, ökonomischen und ökologischen Fragen müssen zugleich auch durch Veränderung bei uns selbst angegangen werden. Wir müssen anders leben, damit andere leben können", so fasste es Bischof Franz Kamphaus 1986 zusammen.
Handelsausweitung und "Politikfähigkeit" - die Entwicklung seit Ende der 80er Jahre
Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre kam es zu einschneidenden Veränderungen im bis dahin recht überschaubaren Feld des Alternativen Handels: Mit einer systematischen Handelsausweitung in andere, auch kommerzielle, Vertriebsbereiche, legte die Fairhandelsorganisation gepa einen deutlichen Akzent auf den "praktischen" Aspekt des "Fairen" Handels, wie er seither immer häufiger genannt wurde. Dies begründete sie vor allem mit der Verantwortung gegenüber den ProduzentInnen und deren Interesse an besseren Absatzmöglichkeiten angesichts veränderter weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Diese waren u.a. gekennzeichnet durch Verschuldungskrise und Strukturanpassungsprogramme sowie durch den Verfall der Rohstoffpreise auf den Weltmärkten, der zu einer drastischen Zunahme der Verarmung und in der Folge zum Zusammenbruch der nationalen Märkte führte.
Ebenfalls mit dem Argument, einer größeren Zahl von ProduzentInnen den Absatz ihrer Produkte zu besseren, "fairen" Bedingungen zu ermöglichen, wurde die Siegelinitiative TransFair gegründet, die kommerzielle Anbieter als Lizenznehmer werben und den konventionellen Handel als Vertriebsschiene erschließen wollte. Die Handelsausweitung, vor allem in den Bereich des Lebensmitteleinzelhandels hinein, sowie das Auftreten von TransFair und seinen kommerziellen Lizenznehmern verwischte die bis dahin gültige (und auch identitätsstiftende) Trennung zwischen Alternativem und konventionellem Handel.
Aber auch die in den letzten Jahren vermehrt geführte Diskussion um Sozialstandards und Verhaltenskodizes in der Produktion von Handelsgütern und vor allem die hiermit verbundenen Produktkampagnen (z.B. Kampagne gegen illegale Kinderarbeit in der Teppichindustrie, Kampagne für Saubere Kleidung, u.a.) haben den Ansatz des Fairen Handels weiter differenziert. Wenn heute von dem Fairen Handel gesprochen wird, so ist meist dieses Aktionsfeld verschiedener Ansätze und Akteure gemeint.
Doch nicht nur die Ansätze, sondern auch die Zielsetzungen unterscheiden sich. Es ist ein Unterschied,
- ob man sich für die Umsetzung und Einhaltung internationalen Arbeitsrechts einsetzt (wie z.B. in den Kampagnen), oder ob man mit selbständigen ProduzentInnen-Organisationen Handel betreibt;
- ob Konzerne und multinationale Unternehmen als potentielle Partner im Fairen Handel angesehen und umworben werden, oder ob es darum geht, deren Verantwortung als (Mit-)Verursacher und Profiteure der weltweiten Ungerechtigkeiten zu thematisieren;
- ob man die Einhaltung von bestimmten Kriterien wie demokratischen Strukturen und Transparenz nur von den ProduzentInnen und PartnerInnen im Süden verlangt (wie z.B. TransFair), oder ob man entsprechende Erwartungen auch an den Handel und die Vertriebswege hier bei uns formuliert und fordert (wie z.B. der Weltladen-Dachverband).
Die Forderung nach der Einhaltung gewisser Sozialstandards für ArbeiterInnen auf Kaffeeplantagen ist etwas anderes als die Forderung "Das Land denen, die es bebauen".
Tatsächlich konnte der Faire Handel in der ersten Hälfte der 90er Jahre deutliche Umsatzzuwächse verzeichnen. Diese gab es sowohl im "klassischen" Bereich der Weltläden und Aktionsgruppen, als auch im neu erschlossenen Bereich des konventionellen Handels. Aber bald trat Ernüchterung ein. Mitte der 90er Jahre stagnierte der Umsatz. Als Folge gerieten verschiedene alternative Importeure in wirtschaftliche Schwierigkeiten bis an den Rand des Konkurses. Auch der Absatz TransFair-gesiegelter Produkte im konventionellen Handel geriet nach anfänglichen Erfolgen ins Stocken.
Zwar ist es gelungen, den Fairen Handel und die Siegelorganisation TransFair mit einem hohen Bekanntheitsgrad zu versehen. Dies bestätigen Umfragen, nach denen große Teile der Bevölkerung den Fairen Handel kennen und gutheißen. Ein großer Teil der Befragten gibt auch an, bereit zu sein, für Kaffee und andere fair gehandelte Produkte einen höheren Preis zu bezahlen, bzw. bereits solche Produkte zu kaufen. Die Absatzzahlen jedoch sprechen eine andere Sprache: Das erklärte Ziel von zwei bis drei Prozent Marktanteil für fair gehandelten Kaffee wurde nicht annähernd erreicht. Nachdem kurz nach Einführung des TransFair-Siegels ein Anteil von ca. 1,4 Prozent erreicht werden konnte, sank der Anteil auf zur Zeit unter ein Prozent. Hinzu kommt, dass der wichtigste Lizenznehmer von TransFair immer noch - und mit immer deutlicherem Anteil - das Fair-Handelshaus gepa ist. Angesichts der hohen Ziele, mit denen TransFair angetreten ist, und angesichts der (wirtschaftlichen) Schwierigkeiten, die der geringe Marktanteil beim wichtigsten Produkt Kaffee mit sich bringt, muss man fragen, ob dieser Ansatz, den konventionellen Markt über ein Siegel zu erreichen, nicht als gescheitert zu betrachten ist.
Der Faire Handel hat es auch geschafft, als politikfähig anerkannt zu werden. Eine Ministerin (Renate Künast) schreibt das Editorial zum Materialheft des Weltladen-Dachverbandes für den europäischen Weltladentag 2001, der Bundestagspräsident isst getrocknete Mangos aus Fairem Handel und der Bundespräsident trinkt fair gehandelten Kaffee. Kann dieses "brachliegende" Wohlwollen genutzt werden?
Woher kommt dieses Wohlwollen? Wenn ein großer Teil der PolitikerInnen dem Fairen Handel Wohlwollen entgegenbringt, so ist das erst einmal nichts anderes, als wenn ein großer Prozentsatz der befragten Bevölkerung angibt, z.B. dem Fairen Handel positiv gegenüber zu stehen: Es ist unverbindlich. Der Bundesfachausschuss Entwicklungspolitik der CDU z.B. hebt besonders die "marktwirtschaftliche Unbedenklichkeit und den entwicklungspolitischen Nutzen des Fairen Handels" positiv hervor. Es verwundert nicht, dass dem Fairen Handel das Wohlwollen der Politik zuteil wird, solange er eben diese Politik nicht grundsätzlich in Frage stellt, sondern vielmehr dazu dient, an einigen wenigen Stellen zu helfen, wenigstens die schlimmsten Folgen dieser Politik für die betroffenen Menschen etwas erträglicher werden zu lassen. Man könnte gar soweit gehen und behaupten, der Faire Handel würde damit dieser Politik zur Legitimation verhelfen.
Solange sich der Faire Handel als zahnloser Tiger erweist, ist er auch von der Politik akzeptiert. Und die Realität lehrt, dass in diesem Land nur die als "politikfähig" angesehen werden, die nicht mehr fordern, als die jeweilige Regierung sowieso bereit ist einzugestehen.
Fit für den Weltmarkt?
Die welt(handels)politische Situation hat sich drastisch verändert. Die neoliberale Globalisierung greift mit ungeheurer Macht und ungebremst um sich. Der Markt - und das heißt: das Geld - regiert, und der Staat wird immer mehr zur Ordnungsmacht, welche die Interessen neoliberaler Akteure durchzusetzen versucht. In dieser Situation ist es für diejenigen, die der entfesselte Markt für überflüssig erklärt umso wichtiger, über einen Ansatz wie den Fairen Handel wenigstens einen Teil ihrer Produktion absetzen zu können, und so zu einer Existenzsicherung zu gelangen. Daher spricht nichts dagegen, sich für einen größeren Absatz an fair gehandelten Produkten oder für Marketing-Schulungen und Seminare zur Ladengestaltung einzusetzen. Doch selbst wenn es gelänge, den Umsatz des Fairen Handels zu verzehn- oder zwanzigfachen, so ist doch offensichtlich, dass sich am grundsätzlichen Problem eines ungerechten Marktes nichts ändern würde.
Und so liegt auch keine Perspektive darin, die ProduzentInnen "fit für den Weltmarkt" zu machen. Wie soll es denn aussehen, dieses "Fit für den Weltmarkt" - genau den Weltmarkt, der immer mehr und immer reichere Reiche und noch mehr immer ärmere Arme produziert, für den nur die zählen, die etwas kaufen können, und der daher immer mehr Menschen für überflüssig erklärt? Wie macht man z.B. Kaffeebauern "fit für den Weltmarkt", wenn es eine strukturelle Überproduktion von Kaffee von mehreren zehn Millionen Säcken pro Jahr gibt? Was für ein Welt- und Menschenbild steht hinter einer solchen Auffassung, nach der es darum geht, die Menschen an den Markt anzupassen und nicht diesen Markt menschenwürdig zu gestalten?! Genügt es wirklich, die Wunden der unter die Räuber Gefallenen nach besten Kräften zu versorgen? Muss man nicht - bildlich gesprochen - fragen, warum auf der Straße nach Jericho immer wieder Menschen überfallen werden? Fairer Handel muss immer wieder die Frage stellen, warum so etwas wie "Fairer Handel" überhaupt nötig ist.
Gerade dies wurde innerhalb der Aktion Dritte-Welt-Handel, bei den Importorganisationen, den Weltläden und Aktionsgruppen und deren Zusammenschluss im Zuge der Handelsausweitung und in deren Folge versäumt zu fragen: wo denn die Ursachen für die Entwicklung liegen, welche eine Handelsausweitung so dringend erforderlich zu machen schien und scheint. Entsprechend geriet die Frage nach einer weitergehenden Entwicklungsperspektive, nach Alternativen zur bestehenden Marktordnung, in den Hintergrund. In dieser Vernachlässigung der "inhaltlichen" Seite der Bewegung zeigt sich heute ihr größtes Defizit.
Weltläden und Aktionsgruppen bilden die Basis für den Fairen Handel in allen seinen Ausrichtungen. Mag auch inzwischen in zahlreichen Supermärkten fair gehandelter Kaffee in den Regalen stehen, in diesen Gruppen ist der Ort, wo in unserer Gesellschaft entwicklungspolitische Themen diskutiert werden, in ihnen finden sich die Menschen, die diese Themen wieder in ihr Umfeld tragen. Die Gruppen sind Kristallisationspunkte für lokale Vernetzungen und Anknüpfungspunkte für Kampagnen (wie z.B. Erlassjahr und Kampagne für Saubere Kleidung), und ohne ihre Basisarbeit hätten auch fair gehandelte Produkte im Supermarkt keine Chancen.
Aber während früher eine Einführung in weltwirtschaftliche Zusammenhänge und entsprechende Schulungen und Materialien zum "Standardprogramm" gehörten, sind heute häufig Verkaufsschulungen an diese Stelle getreten. Statt von "Grenzen des Wachstums" spricht man heute von "nachhaltiger Entwicklung" und "Effizienzrevolution". Konsum wird nicht mehr kritisch betrachtet, sondern "ethisch veredelt". Statt entwicklungspolitischer findet betriebswirtschaftliche Alphabetisierung statt.
Während es nicht darum geht, die Verkaufsqualifizierung in Frage zu stellen und Erfolge bei der Handelsausweitung zu begrüßen sind, so muss doch der entwicklungspolitischen Debatte und Qualifizierung, der Frage, wie Weltmarkt funktioniert und welche Auswirkungen ein entfesselter Markt mit sich bringt, wieder mehr Raum gegeben werden. Dazu gehören auch die Einsicht und das Eingeständnis, dass es häufig keine einfachen Antworten gibt, und die Bereitschaft, dies sowohl MitarbeiterInnen und KundInnen als auch der Öffentlichkeit zuzumuten.
Information und Bildung in entwicklungspolitischen und weltwirtschaftlichen Fragen muss wieder einen höheren Stellenwert in der Arbeit der Gruppen und Weltläden sowie in der Informationsarbeit ihres Dachverbands und der Fairhandelsorganisationen finden. In der heutigen Zeit heißt das: Auseinandersetzung mit neoliberaler Globalisierung und ihren Folgen. Es gibt ein diffuses Unbehagen gegenüber "der Globalisierung" sowie weitverbreitete Globalisierungsskepsis und -kritik. Hier kann und muss die A3WH ansetzen und Bündnispartner auch außerhalb des Spektrums des Fairen Handels suchen.
Gegenbewegung zur Ideologie des Marktes
"Die Armen zu sehen macht nicht blind für die Strukturen. Es ist nicht damit getan, die Wunden derer zu verbinden, die unter die Räuber gefallen sind. Die Option für die Armen verpflichtet uns, auch die Strukturen der Räuberei aufzudecken und zu verändern, sie wenn möglich zu verhindern."
Die A3WH als Aktionsform und Bewegung muss in ihren Grundlagen eine Gegenbewegung zur herrschenden Ideologie des Marktes sein und darf nicht dem Irrtum verfallen, sie könne diesen "fair" umgestalten. Der Markt bzw. die herrschende Marktordnung ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems und muss als solcher benannt werden. Auf ihrer "praktischen" Ebene ist die A3WH eine Bewegung, die durch ihr Handeln ganz konkrete Veränderungen bewirkt und eine andere Praxis symbolhaft vorlebt. Im Wirken auf die Politik muss sie versuchen, ihre Ziele in praktische Schritte umzusetzen. In ihren Grundlagen muss sie aber über diese Praxis hinausweisen und die Vision einer Welt wach halten, in welcher der Mensch vor dem Markt kommt.
Der Faire Handel muss deutlich machen, dass ihm Gerechtigkeit und nicht Rendite Handlungsmaßstab sind, dass die Wirtschaft den Menschen und nicht die Menschen der Wirtschaft zu dienen haben. Es muss darum gehen, die Forderung nach einer Überwindung der Herrschaft des Geldes (d.h. des Kapitalismus) aufrechtzuerhalten und Gegenmodelle zu entwickeln. Dazu gehört das klare Bekenntnis,
- dass Mensch und Natur vor Markt und Profit gehen müssen,
- dass Wirtschaftssysteme nicht naturgegeben sind und auch nicht Naturgesetzen gehorchen,
- dass es Aufgabe der Politik ist, Gestaltungsspielraum zurückzugewinnen und Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, für Konzerne vorzugeben, die sich nicht an Gewinnmaximierung, sondern am breitesten allgemeinen Nutzen orientieren.
Martin Klupsch arbeitet im Regionalen Fair Handels-Zentrum (RFZ) WELTLADEN
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