zuletzt aktualisiert am 06.02.2009
05.07.10

Arbeitsschwerpunkt Soziale Ökologie trifft sich in Berlin

10.-12.09., für NeueinsteigerInnen offen

Der BUKO Arbeitsschwerpunkt soziale Ökologie versammelt sich vom 10.-12. September 2010 zu einem Arbeitstreffen in Berlin. Das genaue Programm steht noch nicht fest, auf jeden Fall aber wird es darum gehen, was der ASSÖ als nächstes macht. Auch  werden wir womöglich manche Diskussionen (wie die um Klimagerechtigkeit) weiterführen. Insgesamt also eine ideale Gelegenheit für Neueinsteiger_innen, uns kennen zu lernen. Nähere Informationen gibt es demnächst hier auf der BUKO-Website. Wer sich jetzt schon anmelden möchte, kann dies unter mail@buko.info tun.

****************** ASSÖ-Debatte um Klimagerechtigkeit

Der BUKO Arbeitsschwerpunkt Soziale Ökologie (ASSÖ) hat sich während seines letzten Seminars mit dem Begriff der "Klimagerechtigkeit" bzw. "climate justice" befasst. Da es innerhalb des ASSÖ unterschiedliche Positionen dazu gibt, ob sich soziale Bewegungen auf den Begriff positiv beziehen sollten, hat sich der ASSÖ entschlossen, seine Kontroverse im Rahmen einer Artikelserie in der Zeitschrift analyse und kritik (ak) öffentlich zu machen. Phillip Bedall und Martina Austen haben in der ak 549 "Climate Justice" als einem Begriff beschrieben, der inhaltlich unbestimmt bleibt und deswegen von verschiedenen Akteuren unterschiedlich gefüllt werden kann und dies - je nach gesellschaftlichen Machtverhältnissen - auch wird. Till Seidensticker, Niels Spilker und Wasilis von Rauch haben daran in ak 550 angeknüpft. Sie sind der Auffassung, dass "Klimagerechtigkeit" ähnlich wie vor einigen Jahren "Nachhaltigkeit" derzeit von staatlichen Akteuren und größeren Nichtregierungsorganisationen mit Bedeutungsinhalten gefüllt wird, die aus emanzipatorischer Sicht abzulehnen sind. Deswegen sollten soziale Bewegungen sich nicht auf den Begriff beziehen. In der Juni-Ausgabe der ak (551) wird die Reihe mit einem Artikel von Christiane Gerstetter und Ilana Krause fortgesetzt. Die Verfasserinnen sind - im Gegensatz zur denjenigen der anderen Beiträgen - der Ansicht, dass soziale Bewegungen aus Nord und Süd sich positiv auf Klimagerechtigkeit beziehen können und sollten. Die Offenheit des Begriffs sehen sie dabei als eine Stärke.

Die Texte sind abrufbar unter:

http://www.buko.info/buko-projekte/as-soziale-oekologie/assoe-positionenhttp://www.akweb.de/