21.05.2017

Schön war's: Recht auf Stadt. Der Kongress

Rund 600 Teilnehmende auf über 60 Veranstaltungen

Voll war der Recht-auf-Stadt-Kongress in Hamburg mit rund 600 TeilnehmerInnen, zerstreut über die ganze Stadt und diskussionsfreudig bis in die späte Nacht. Besonders gefreut haben wir uns über die mehr als 20 internationalen Gäste, die über ihre jeweiligen städtischen Kämpfe berichtet haben und auch darüber hinaus gab es rege Reisetätigkeiten zwischen der Hansestadt und z.B. Wien, Zürich, Köln, Frankfurt und Berlin. Es war ein Mitmachkongress im besten Sinne mit einem kontrollierten Chaos aus Vorher- und Unvorhergesehenem. Beamer strikt in der Flora - das kriegen wir selber hin. Nicht genug Platz im Projektor? Dann wird draußen gesessen. Noch Leute zum Gemüse-Schnibbeln gesucht? Läuft. Schwedische FahrradfahrerInnen kommen erst nachts an: No Problem! Dolmetschen auf der Barkassenfahrt? War eh eingeplant. Tausend Dank an das rödelnde Orgateam, die vielen helfenden Hände und Köpfe, die diesen Kongress ermöglicht haben. 

Hier im BUKO-Büro stapeln sich Plakate, Fundsachen, Eddings und Kreppband. Wir als Mitveranstalterin sind mehr als zufrieden und fahren so langsam den Adrenalinspiegel runter. Das BUKO-Jahresplenum hat am Sonntag in kleiner Runde getagt, ein Protokoll und weitere Infos folgen. Erst mal: Luft holen und Fotos gucken. Eindrücke vom Recht-auf-Stadt-Kongress gibt es hier: rechtaufstadt.tumblr.com

Presseberichte vom Kongress sind im Recht-auf-Stadt-Wiki zu finden. Dort wird  ebenfalls zeitnah die Dokumentation des Kongresses erstellt:

http://wiki.rechtaufstadt.net/index.php/Kongress_2011/Presse

Auch ohne klassischen BUKO in diesem Jahr - es bleibt trubelig. Hier noch mal die herzliche Einladung, Anfang Juli nach Reutlingen zu kommen, um über Öffentliche Güter für alle zu diskutieren oder/und Anfang September nach Salecina in die Schweiz zu reisen. Dort findet das BUKO-Seminar "Wege ans Mittelmeer" statt. Wir kommen wieder, keine Frage...

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Infos zum Recht-auf-Stadt-Kongress

 

Das Hamburger Netzwerk Recht auf Stadt lädt ein zur kollektiven Verwirrung, Begegnung, und Zerstreuung. Es gibt über 60 Veranstaltungen, Aktionen, Workshops und Rundgänge. Mit dabei sind u.a.: Manal Tibe Egyptian Centre on Housing Rights aus Kairo; Andrés Antillano vom Movimiento de Pobladores aus Caracas; VertreterInnen von Abahlali aus Südafrika (Bewegung der HüttenbewohnerInnen); AktivistInnen von IMECE/Istanbul; Yvonne P. Doderer (Büro für transdisziplinäre Forschung & Kulturproduktion) aus Stuttgart; VertreterInnen vom Movement for Justice in El Barrio/New York; Stadtlabor Zürich, Wu Meng und Zhao Chuan von Grass Stage aus China und viele, viele mehr.

!!Hier gibt's das Programm des Kongresses als pdf zum Downloaden!!

ASSR-Treffen im Rahmen des Kongresses: Die Hamburger ASSR-Gruppe (Arbeitsschwerpunkt StadtRaum) lädt am Freitag, 13:30 Uhr zum Austauschtreffen ein beim Mittagessen im Feldstern (neben dem Centro Sociale). Wir wollen uns über lokale ASSR-Themen und mögliche Vernetzungsaktivitäten austauschen. Das Treffen ist offen für alle Interessierte. Gentrification und Überwachung öffentlicher Räume, "soziale Brennpunkte", Freiräume und soziale Zentren, Stadterneuerung und das Versagen staatlicher Politik in der Stadt -- das sind einige der Themen, mit denen sich der Arbeitsschwerpunkt Stadt-Raum (ASSR) beschäftigt. Der ASSR-hat sich 2005 als BUKO-Schwerpunkt gegründet und seither halbjährliche Vernetzungstreffen organisiert und die Konferenz "The Right to the City" im April 2008 in Berlin veranstaltet. Letzte überregionale Aktion war die Reihe "Unternehmen Stadt übernehmen" im Herbst 2009 aus dem 2010 das gleichnamige Rezeptbuch entstanden ist. Der Kongress wird veranstaltet vom Netzwerk Recht auf Stadt Hamburg, vom Centro Sociale und von der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO). Weitere Infos: kongress.rechtaufstadt.net

 

Die BUKO bedankt sich für die finanzielle Unterstützung bei: Freundinnen und Freunden des Centro Sociale, Rosa-Luxemburg-Stiftung (rls), Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE), Stiftung W, Behörde für Kultur und Medien - Internationaler Kulturaustausch.