21.05.2017

Kein BUKO, aber...

...jede Menge los 2011

Ein Gerücht geht um per Mail: Wie kein BUKO in diesem Jahr? Das Telefon klingelt: Wat kein BUKO in 2011? Und auch von den Dächern pfeift es schon: Echt, kein BUKO dieses Jahr? Nun also ganz offiziell: Ja, kein BUKO in diesem Jahr, aber... 

Die traurige Botschaft vorweg: Wir haben - trotz diverser "Anwerbeversuche" - keine Stadt gefunden, die sich in der Lage gefühlt hat, den Kongress auszurichten. Denn - und das wollen wir hier nicht verschweigen - der BUKO-Kongress mit seinen 500-800 Teilnehmenden ist neben viel Spaß auch viel Arbeit. Und jeder Kongress wird nur so gut wie die Leute, die ihn vorbereiten und mitgestalten. Das BUKO-Büro steht zwar mit viel Know How und Unterstützung zur Seite, wir brauchen aber immer auch genügend Menschen, die sich vor Ort engagieren und das "Ereignis BUKO" lokal möglich machen und die auch inhaltlich ihr Wissen zum Gelingen beisteuern. Dafür konnten wir in diesem Jahr nicht ausreichend Leute und Strukturen mobilisieren. Wir nehmen aber bereits jetzt Ideen, Vorschläge und Unterstützung für 2012 entgegen. Kontaktiert uns gerne, wenn ihr schon immer mal einen undogmatischen / internationalistischen /transnationalen Kongress in eurer Stadt gewünscht habt.

Nun die guten Nachrichten. Es gibt diesem Jahr jede Menge BUKO-Tagungen, Seminare und einen Kongress mit BUKO-Beteiligung. Am angestammten BUKO-Termin, vom 2.-5. Juni (rund um Himmelfahrt), gibt es in Hamburg einen großen Kongress zum Thema "Recht auf Stadt", der vom Arbeitsschwerpunkt StadtRaum mit initiiert wird. Es gibt eine bundesweite Vorbereitungsgruppe, die fleißig am diskutieren, planen und gestalten ist. Auch viele internationale Stadtaktivist_innen werden vor Ort sein, seid also alle herzlich eingeladen.

Auch die anderen Arbeitsschwerpunkte der BUKO sind 2011 wieder aktiv. Der AS Bildung und Emanzipation (BiEm) lädt vom 25.-27. März ein zum Seminar "Neue Lernkulturen und Subjektorientierung" in Leipzig. Weiter geht es im April (8./9.) mit einem Seminar zu Antimuslimischem Rassismus in Deutschland und Europa, das in Berlin stattfinden wird und das an die Diskussionen rund ums BUKO-Positionspapier "Immer die Anderen" anschließt. Ebenfalls im April (17./18.) beteiligt sich die BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie an den Internationalen Aktionstagen zum Saatgutrecht in Brüssel. Mit diversen Aktionen und Protesten soll der Widerstand gegen die interne und externe Saatgut-Politik der EU auf die Straße gebracht werden http://www.saatgutkampagne.org.

Im Juli zieht es die Bundeskoordination wieder nach Tübingen, wo wir 2010 einen so tollen Kongress hatten. Vom 8.-9. Juli diskutieren wir auf Einladung der Gruppe ZAK über "Öffentliche Güter für alle! Soziale Infrastruktur". Eine Tagung also, die die Commons-Debatte des BUKO 33 wieder aufnimmt und weiterführt.

Ein absolutes Novum für die BUKO ist das erste internationale Seminar, das vom 4. bis zum 9. September in Salecina (Schweiz) stattfindet. Thema ist hier: "Europäische Wege ans Mittelmeer". Thematisch geht es um die Politik der EU im Mittelmeerrau. Angesichts der Ereignisse in Tunesien und Ägypten eine aktuelle Frage. Und - last but not least - gibt es im Herbst wieder ein Seminar des Arbeitsschwerpunkt Gesellschaftliche Naturverhältnisse (GesNat): "Energiepolitik: Business as usual?". (Der Ort und das genaue Wochenende folgen.) Mehr Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen findet ihr, wenn ihr auf unserer Homepage auf den Button "Coming next" geht.

Wie ihr seht, langweilig wird es dieses Jahr nicht, auch wenn es keinen klassischen BUKO-Kongress gibt. Und heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage. 2012, versprochen! Doch das geht nur mit eurer Hilfe!