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mit Andrej Holm und einem Vertreter des Einstellungsbündnis
Ende Juli 2007 wurden sieben Personen in Berlin von der
Generalbundesanwaltschaft beschuldigt, Mitglieder einer
'terroristischen' Vereinigung, der 'militanten gruppe' (mg), zu sein
(nach § 129a Strafgesetzbuch). Vier von ihnen - Axel, Oliver, Florian
und Andrej - wurden verhaftet. Andrej wurde nach drei Wochen von der
Haft verschont. Im Oktober hob der Bundesgerichtshof (BGH) den
Haftbefehl gegen ihn auf. Ende November - nach vier Monaten
Untersuchungshaft - hatten auch die Haftbeschwerden von Axel, Oliver und
Florian Erfolg und sie wurden gegen die Zahlung einer Kaution freigelassen.
Auch wenn die BGH-Richter in der 'militanten gruppe (mg)' inzwischen
keine 'terroristische' Vereinigung nach § 129a mehr sehen, gehen die
Ermittlungen weiter. Der Vorwurf der Generalbundesanwaltschaft lautet
nun Mitgliedschaft in einer 'kriminellen' Vereinigung nach § 129. Axel,
Florian und Oliver werden darüber hinaus beschuldigt, an Fahrzeugen der
Bundeswehr Brandsätze angebracht zu haben. Die anderen vier werden einer
Art intellektueller Täterschaft bezichtigt. Ihre wissenschaftlichen und
journalistischen Publikationen enthalten Begriffe, die auch in
Bekennerschreiben der 'mg' zu finden sein sollen. Ihnen wird
vorgeworfen, sich an Debatten zu beteiligen, die etwa die gegenwärtigen
Militäreinsätze der Bundesregierung, die Umstrukturierung von Städten
oder Stadtteilen oder den Ausbau des Sicherheitsstaats kritisieren.
Das Ermittlungsverfahren gegen die 'militante gruppe (mg)' ist der
vorläufige Höhepunkt einer Kriminalisierungs- und
Stigmatisierungskampagne gegen linke Strukturen, kritische Wissenschaft
und politische Praxis. Die bekannt gewordenen Verfolgungskonstrukte und
Ermittlungsmethoden haben eine breite öffentliche Empörung ausgelöst und
zu einer auch internationalen Solidarisierung mit den Beschuldigten
geführt. Doch der Prozessbeginn steht noch aus und Unterstützung wird
auch künftig gebraucht.
Aktuelle Informationen, die Kontonummern für Spenden und andere
Möglichkeiten zur Unterstützung finden sich auf der Webseite des
"Bündnis für die Einstellung der 129(a)-Verfahren" [einstellung.so36.net].
Auf der Veranstaltung wollen wir über den aktuellen Stand des Verfahrens
informieren und gemeinsam über mögliche Strategien der Soliarbeit
diskutieren.
Samstag, 19.4., 19 Uhr, Soziales Zentrum Bochum (Rottstr.31).
Anschliessend BUKO-Soli-Salon
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